Schnee schaufeln: Viele Weyher Bürger nehmen ihre Pflicht ernst

Nachbarschaftshilfe Ehrensache

Hans-Herrmann (58) und Rita (57) Wohlers befreien den Weg vor einem Nachbargrundstück vom Schnee.

Weyhe - (sie) · Der Winter hat die Region fest im Griff. Aber die Bürger kommen offensichtlich gut mit den Schneeverhältnissen zurecht. „Wir haben ja keine Schneekatastrophe“, schmunzelt Rita Wohlers aus Leeste.

Zusammen mit Ehemann Hans-Hermann schiebt sie Schnee von einem Wendeplatz in Leeste. Den Weg vor dem Nachbargrundstück sparen beide nicht aus. Sie helfen damit einer älteren Frau. „Für uns ist das Frühsport“, sagt Rita Wohlers. Außerdem sei diese Hilfe eine Selbstverständlichkeit unter Nachbarn. Dennoch merkt sie kritisch die Schnelllebigkeit der Zeit an. Vor 15 Jahren hätten alle Anlieger des Wendeplatzes sich regelmäßig bei diesen Witterungsverhältnissen getroffen und sowohl die Straße als auch anschließend ihre eigenen Grundstückseinfahrten vollständig vom Schnee befreit. Jetzt würde längst nicht mehr der gesamte Wendeplatz frei geräumt – nur noch schmale Streifen. „Immerhin bleiben die Briefkästen für die Post- und Zeitungszusteller erreichbar“, sagt sie.

Und wie halten es die Weyher? Rita Wohlers, oft mit dem Rad unterwegs: „Die meisten Bürger nehmen ihre Pflicht ernst.“ Diese Einschätzung teilt Steffen Nadrowski, Leiter des Fachbereiches Bau, Planung und Umwelt der Gemeinde Weyhe. „In vielen Gemeindeteilen sind die Bürger sehr verantwortungsbewusst“, kommentiert er. Immerhin müssten Anlieger von gemeindeeigenen Straßen, die keinen Regenwasserkanal haben, bei Schneefall über Nacht bis 7 Uhr morgens (sonn- und feiertags bis 9 Uhr) einen ein Meter breiten Geh- und Radweg freischaufeln. Eine Satzung regelt dies. Wer dem nicht nachkommt, muss mit einer Geldbuße rechnen. 1000 Mark steht noch in der entsprechenden Verordnung. „Wir kontrollieren nicht, ob die Bürger ihrer Räumpflicht nachkommen und ahnden Zuwiderhandlungen auch nicht“, merkt Steffen Nadrowski an. Jedoch dürfte es eine Haftungsfrage sein, falls jemand stürzt.

Dem stimmt Dr. Detlef Vetter, Jurist aus Weyhe, zu. „Entscheidend ist nicht, ob man streut, sondern, dass es nicht glatt ist, so dass niemand ausrutschen kann.“

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