Orchester des Musikvereins „Altes Amt Lemförde“ hatte zu seinem traditionellen Musikfest nach Brockum eingeladen

Ein musikalisches Feuerwerk abgebrannt

Das Orchester des Musikvereins „Altes Amt Lemförde“ begeisterte mehr als 100 Zuhörer.

Lemfoerde - Von Christa BechtelBROCKUM · Immer am Sonnabend vor dem zweiten Advent lädt der Musikverein „Altes Amt Lemförde“ zu seinem traditionellen Musikfest in das Landgasthaus Koch nach Brockum ein. Zu hören, was das Orchester in den vergangenen Monaten an neuen Stücken einstudiert hatte, lockte weit mehr als 100 Zuhörer in den festlich geschmückten Saal.

„Wir haben auch in diesem Jahr ein reichhaltiges Programm zusammen gestellt“, kündigte Vorsitzender Dr. Karl Wilhelm Meyerrose bei seiner Begrüßung an. Sein besonderer Gruß galt Peter Tiessen und Willi Hartmann, Klarinette, Ralf Mahler, Trompete, Marvin Zimmermann, Piano, sowie seinem „wissenschaftlichen Mitarbeiter“ am Percussions-Set, Jan Erik Fiestelmann, die als Gastmusiker das Ensemble verstärkten.

Feierlich hatte zuvor das Orchester unter der Leitung von Stephan Flore mit „Herbei, oh ihr Gläubigen“ das Programm eröffnet; informativ und humorvoll übernahm Stephan Klöpzig die Moderation. Dass sie Könner ihres Fachs mit einem wunderbaren Gesamtklang, mit emphatischen Rhythmisierungen sind, bewiesen die Musiker mit dem Walzermedley „Rosen aus dem Süden“ von Johann Strauß, stilvoll und elegant dargeboten. Mit viel Ausdruck interpretierten Stephan Flore und Marvin Zimmermann die „Sonate für Horn und Klavier“, die Ludwig van Beethoven 1799 schrieb.

„Oregon“ – diese besonders erfolgreiche Komposition von Jacob de Haan erzählt die Geschichte eines der nordwestlichen Staaten Amerikas. Anhand einer Bahnfahrt über die Northern Pacific Railroad wurden die Zuhörer in die faszinierende Landschaft Oregons entführt. Lautmalerisch begegneten ihnen während dieser abenteuerlichen Reise, mit der man träumend in die Vergangenheit versank, Indianer, Cowboys, Goldgräber und Pferde mit Planwagen. Und Dirigent Flore demonstrierte, mit welchem Elan, welcher Farbigkeit, mit welcher Präzision und Klangkultur die Instrumentalisten diese Musik zu spielen vermögen. Mit dem Marsch „Jubelklänge“, ein Stück, das von Tempiwechseln lebt, ging es in die Pause.

Den „Tiger aus Wales“ holte das Orchester zu Beginn des zweiten Teils heraus, als es ein Medley mit den größten Hits von Barde Tom Jones wie „Delilah“ oder „Sexbomb“ zu Gehör brachte. Der Kopf-Fuß-Wipp-Virus machte sich breit, als die Her“t“zschrittmacher „Crocodile Rock“ oder „Sweet Home Alabama“ erklingen ließen, erstmals mit Sänger Richard Aschmoneit. Leidenschaftlich, mit viel Ausdruck brachte er die rockigen Stücke dem Publikum nahe.

Prachtvoll brannte das Orchester sein musikalisches Feuerwerk weiter ab mit den Medleys „The Magic of Boney M.“ und „The Best of Phil Collins“. Karibisches Feeling vermittelte der Klangkörper mit „We wish you a calypso Christmas“, dem sich „A Christmas Pop Collection“ anschloss. Beide Stücke sind übrigens auf der in der vergangenen Woche erschienenen CD „Weihnachten am Dümmer“ zu hören. Frenetischer Applaus einer rundum begeisterten Zuhörerschar entlockte dem Orchester die Zugabe „Süßer die Glocken nie klingen“. Nach diesem anspruchsvollen, aber kurzweiligen Konzertabend lud „Route 66“ zum Tanzen ein.

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