McDonald‘s: Anwohner aus Syke beschweren sich über Verschmutzung / Jugendliche sind zufrieden

Müll-Problem durch Essensverpackungen

Die Syker McDonald‘s-Filiale in der Innenstadt.

Syke - (zar) · Der Verpackungsmüll des Restaurants McDonald‘s ist ein Problem: Wenn man den Syker Bahnsteig der Kleinbahn entlanggeht, sieht man ihn überall liegen. Auf dem Parkplatz der Sparkasse ist er vorhanden und auf den Parkplätzen des Hacheparks ebenso.

Viele Anwohner beklagen Plastik- und Papiermüll in den Vorgärten. Auch Walter Polizuk habe „täglich Müll im Vorgarten“, den er jeden Morgen aufs Neue einsammeln müsse. Dieses Problem hat auch Christa Crudopf von der Blumen Diele: „Vor allem die Jugendlichen setzen sich oft auf die Bank vor dem Geschäft, was ja kein Problem ist. Aber sie lassen den Müll dort dann liegen. Das finde ich wirklich nicht witzig.“ Sie habe auch nichts gegen McDonald‘s an sich, die könnten schließlich auch nichts dafür.

„Das Problem ist einfach, dass es entlang der B 6 keinen einzigen Mülleimer gibt“, so Crudopf. Damir Salihovic ist der Bezirksleiter der Syker Filiale und sieht das Ganze eher als ein „gesellschaftliches Problem“ und nicht als ein Verschulden des Restaurants. „Wenn die Kunden sich etwas zum Mitnehmen kaufen, gehört auch die Verpackung ihnen“, erklärt Salihovic. Wenn derjenige seinen Müll nun in die Gärten anderer Bürger werfe, sei das Restaurant dafür nicht verantwortlich. „Letztendlich sind es die Bürger, die den Schmutz verursachen“, so der Bezirksleiter. „Wir sind nie durch die Gegend gefahren und haben Müll weggeschmissen.“

Auch sei die Verschmutzung weder für McDonald‘s gut, noch für die Stadt. Als die Filiale des Burgerbraters in Syke entstand, war eine weitere Angst der Anwohner vermehrter Lärm.

Diese Sorge erwies sich als unbegründet. „Besonders im Sommer ab zehn Uhr achten wir darauf, dass die Musik auf der Terrasse ausgemacht wird und das Tor zum Parkplatz des Hacheparks geschlossen wird. So können die Autos dort nicht mehr durchfahren und stören“, erklärt Salihovic. Die Jugendlichen finden es indes gut, dass sie ein McDonald‘s-Restaurant nun in der Nähe haben. Der Schüler André Frerichs meint: „Ich finde McDonald‘s toll. Da geh‘ ich auch mindestens ein- bis zweimal die Woche hin.“ Auch Anika und Katja Schierenbeck essen ab und an gerne dort. Sie mögen das Essen und die Nähe des Schnellrestaurants.

Doch gerade weil McDonald‘s von den Jugendlichen so gut angenommen wird, sorgt das für Kritik seitens der Eltern. Sie können nun ihre Kinder nur selten davon abhalten, häufiger als vorher Fast Food zu essen. Burga Zarsteck ist zweifache Mutter und erklärt: „Ich spreche sicherlich für den Großteil aller Mütter, wenn ich sage, dass McDonald‘s ab und an in Ordnung ist, aber nicht in der Menge, wie die Kinder es jetzt essen können.“

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