„Islam-für-den-Frieden“-Konferenz in der Nasir-Moschee der Ahmadiyya-Gemeinde in Stuhr

Motto: „Liebe für alle – Hass für keinen“

Diese fünf jungen Damen rezitierten während der „Islam-für-den-Frieden“-Konferenz ein Friedensgedicht.

Stuhr (bt) · „Liebe für alle – Hass für keinen“, lautete das Motto der „Islam-für-den-Frieden“-Konferenz. Zu diesem interreligiösen Abend hatte die muslimische Ahmadiyya-Gemeinde in die Nasir-Moschee eingeladen.

Zur Begrüßung hörten die zahlreichen Gäste Verse der 66. Sure des Islam mit dem Gebot an die Gläubigen, sich fremden Menschen und Völkern gegenüber friedvoll zu verhalten.

Der Moderator des Abends, Mujib Ata, stellte anschließend die Ahmadiyya-Gemeinde vor, die einigen Gästen des Abends noch unbekannt war. Zu ihnen gehörten auch Visbeks Bürgermeister Heiner Thölke und der Vechtaer Landtagsabgeordnete Dr. Stephan Siemer. Sie zeigten sich beeindruckt von der Arbeit der Ahmadiyya-Gemeinde, die demnächst auch in Vechta eine Moschee errichten wird.

Bürgermeister Thölke erklärte, dieser Abend sei für ihn der Beginn eines Dialogs. Dieser Dialog sei sehr wichtig, um voneinander zu lernen.

MdL Stephan Siemer fügte hinzu, ohne Dialog und die Bereitschaft gebe es keinen Frieden. Nur im Gespräch sei es möglich, die Gedanken, Überlegungen und Anliegen anderer zu verstehen.

Auch für Brinkums Pastor Detlef Korsen sei die Erkenntnis wichtig, dass sowohl die Christen als auch die Ahmadiyya-Muslime an einen Gott glauben, der barmherzig ist, erklärte er.

Mit dem Bremer Unternehmer Subhash Chopra nahm auch ein Hindu an diesem Gesprächskreis teil. Er definierte Frieden als „Urreligion“. Friede setze Friedfertigkeit und die Bereitschaft voraus, Konflikte und Differenzen gewaltfrei lösen zu wollen. Friedvoll zusammen zu leben und damit auch einander zu bereichern, müsse gelernt und von den Vätern vorgelebt werden.

Heiko Strohmann, Mitglied der Bremischen Bürgerschaft, nahm diesen Gedanken auf. Es sei Aufgabe der Eltern, die gegebenenfalls durch ihre Moscheegemeinden dabei unterstützt werden müssten, den Kindern so viel Bildung wie möglich zu geben. Gerade in einer fremden Welt mit fremder Sprache und Kultur sollte versucht werden, diese Vielfalt als Chance zu sehen und aufeinander zuzugehen.

„Frieden fängt im Herzen an“, behauptete Iman Hübsch und gab den Rat, deshalb zunächst das eigene Herz zu beobachten, um Frieden in sich selbst zu finden.

Bei einem anschließenden Essen wurden die Gespräche fortgesetzt. Dabei lobten mehrere Gäste die Ahmadyya-Gemeinde für die Initiative zu diesem Abend, der der interreligiösen Verständigung diene.

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