Ab heute Internationale Deutsche Meisterschaft der „Finns“ auf dem Dümmer

„Im Moment haben wir alles im Griff“

Das Finn - hier gestern Morgen beim Auftakeln - ist ein weit verbreitetes Boot, für einen Außenstehenden an den zwei Wellen im Segel zu erkennen.

Lembruch - (rdu) · Kurz vor Saisonschluss kommt es auf dem Dümmer noch einmal zu einem echten „Kracher“. Auf Niedersachsens zweitgrößtem Binnensee beginnt heute, Donnerstag, die Internationale Deutsche Meisterschaft in der olympischen Finn-Dinghy-Klasse.

Ausrichter ist der Segler-Club Dümmer (SCD) in Lembruch. Am Start sind knapp 80 Segler aus dem gesamten Bundesgebiet, aus Österreich, Tschechien, Irland, den Niederlanden und der Schweiz. Mit Heimvorteil gehen Uwe Barthel und Holger Müller (beide SCD) und Wolfgang Höfener (Seglervereinigung Hüde) ins Rennen.

Die ersten Segler trafen bereis am Dienstag am Dümmer ein. Für sie war eine Fahrt zur Meyer-Werft nach Papenburg arrangiert worden.

Am Mittwoch erfolgte den ganzen Tag über das Vermessen der 4,50 m langen und 1,51 m breiten Einmann-Jolle mit einem zehn Quadratmeter großen Foliensegel. Dabei ging es im Hafen des SCD zu wie in einem Taubenschlag.

Hektik auch im Regattabüro. „Im Moment haben wir alles Griff,“ wurde Sportwart Jan Hustert per Handy aufgeklärt. Und der erfuhr auch, dass einer der Segler beim Abladen seines Schiffes mit dem Mast eine Telefonleitung auf der Wiese gegenüber dem Clubhaus abrasiert habe. Der Schaden wurde schnell behoben. Mit Handys wurde diese „Funkstille“ überbrückt.

Am Abend wurden die Segler und ihre Begleitung vom Vorsitzenden des SCD, Hans-Heiner Müller, „an unserem schönen See“ begrüßt. Für den ältesten Segelclub am Dümmer sei es eine große Ehre, diese Meisterschaft einer olympischen Klasse durchführen zu dürfen. „Wir setzen alles daran, Ihre Erwartungen sowohl in sportlicher als auch gesellschaftlicher Hinsicht zu erfüllen.“ Müller bedankte sich bei Helfern und Sponsoren, die dazu beitrügen, dass diese hochkarätige Wettfahrtreihe reibungslos ablaufen werde.

Heute, Donnerstag, soll um 12 Uhr der Startschuss für die erste von neun Wettfahrten erfolgen. Dabei gibt es eine Premiere: Zum ersten Mal werden Wasserschiedsrichter die Wettfahrten begleiten. Die Siegerehrung ist für Sonntag, 13 Uhr, vorgesehen.

Zum abwechslungsreichen Rahmenprogramm gehören ein Ausflug zur Lloyd-Schuhfabrik nach Sulingen, eine Fahrrdtour um den Dümmer und ein Besuch der Lemförder Orchideenzucht. Bei gutem Wetter können die Segler mit Hilfe von „Bright Side Tours“ von den schnellen Finns zu einer Fahrt auf dem Dümmer in Ruderboote umsteigen. Natürlich wird auch - oder gerade - bei den Seglern die Geselligkeit gepflegt.

Das kurz „Finn“ genannte Boot wurde 1949 von dem schwedischen Segelkanu-Designer Richard Sarby für die olympischen Spiele 1952 in Helsinki konstruiert. Zweimal gab es olympisches Gold für Deutschland, und zwar für Willy Kuhweide (1964), der früher übrigens auch auf dem Dümmer trainierte, und Jochen Schümann (1976).

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