Mörsen setzt mit 3:0 beim FC Sulingen ein Zeichen / Famulla: „Die Truppe lebt“

Der Mutmacher

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Abgeblockt: Mörsens Kay-Simon Sommerfeld (rechts) lässt den Sulinger Stefan Rosenthal nicht an den Ball kommen.

Sulingen - Von Arne Flügge. Es war mehr als nur ein Rückschlag im Abstiegskampf. Es war vielmehr ein herber Nackenschlag, den Fußball-Bezirksligist FC Sulingen im „Heimspiel“ auf Kunstrasen beim Ortsnachbarn TuS Sulingen gegen den SV Mörsen-Scharrendorf verpasst bekam: Mit 0:3 (0:1) mussten die Sulinger am Ende die Segel streichen. Und Trainer Pedro Pinheiro konstatierte: „Das ist eine ganz bittere Pille.“

Gegen den Tabellenletzten aus Mörsen, der bis dato erst drei Punkte auf dem Konto gehabt hatte, war im Abstiegskampf ein Sieg eingeplant gewesen. So aber wurde nichts aus dem Befreiungsschlag – im Gegenteil: Der FC Sulingen steckt jetzt selbst ganz, ganz tief unten drin. „Wieder einmal hat der Gegner unsere Fehler eiskalt bestraft und ausgenutzt“, seufzte Pinheiro.

Wenige Meter vom Sulinger Coach entfernt war im Mörsener Lager dagegen Partystimmung angesagt. Spieler und Verantwortliche hüpften, sangen oder gröhlten – so als hätten sie gerade den Klassenerhalt gefeiert. Der ist zwar noch in weiter Ferne, doch der zweite Saisonsieg war zugleich ein Mutmacher. „Die Jungs sind heiß und eine eingeschworene Einheit“, freute sich SVMS-Trainer Friedhelm Famulla, der dann auch von einem „Auftakt nach Maß“ sprach. Es sei immens wichtig gewesen, dieses erste Spiel nach der langen Pause zu gewinnen. Es war auch ein Zeichen an die Konkurrenz, dass sich die Mannschaft noch längst nicht aufgegeben hat. „Die Truppe lebt“, jubelte Famulla.

Vor allem in der ersten Halbzeit bot Mörsen eine richtig gute Leistung, stand sehr kompakt, verschob gut und war aggressiv in den Zweikämpfen. Allerdings hatte es gut zehn Minuten gedauert, bis das Team den richtigen Zugriff hatte. Und wer weiß, wie die Partie ausgegangen wäre, wenn Sulingens Torben Wiegmann (2./8.) nicht zwei Mal am guten Keeper Nikolai Koch gescheitert wäre. So aber bekam Mörsen immer mehr Oberwasser und ging in der zwölften Minute mit 1:0 in Führung: Simon Beuke drückte eine Flanke per Kopfball in die Maschen. „Es ist so bitter, wir machen die Buden nicht, werden dann hektisch, verlieren die Geduld und geraten dann wieder in Rückstand“, ärgerte sich FC-Coach Pinheiro. Und es hätte noch schlimmer kommen können für Sulingen, doch zuerst klärte Keeper Patrick Kühn per Fußabwehr klasse gegen Leon Timmermann (20.), dann setzte Serdar Uludasdemir einen schönen Heber nur an die Latte (30.).

Nach der Pause wurde der FC Sulingen besser, doch wieder Wiegmann (52.) verpasste den schnellen Ausgleich. Und zu allem Überfluss nahm Schiedsrichter Lars Ohlrogge (SV Heiligenfelde) einen Elfmeter für die Gastgeber wegen einer vorangegangenen Abseitsstellung zurück (55.). Die Sulinger drängten weiter auf den Ausgleich, wurden dann aber eiskalt ausgekontert: Zunächst traf Bartosz Drozdowski zum 2:0 (74.), ehe nur drei Minuten später Uludasdemir dem FC Sulingen mit dem Treffer zum 3:0 endgültig den Stecker zog. Die Gelb-Rote Karte für Mörsens Leon Timmermann wegen wiederholten Foulspiels (87.) fiel da nicht mehr groß ins Gewicht.

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