„Kunst im Park“ zeigt Arbeiten von über 20 Künstlern zum Thema „Energie“

„Modern Totems“ mit Rentierfell und Ziegenleder

Gut beraten war, wer sich einen Sonnenhut oder -schirm mitgebracht hatte.

Br.-Vilsen - Von Sabine Grulke. „Sommerglut“ hatte die Malerin Karin Schildmair aus Bruchhausen-Vilsen ihren Beitrag zum Thema „Energie“ bei der Open-Air-Ausstellung „Kunst im Park“ genannt. Sommerglut herrschte auch an den beiden Ausstellungstagen, Pfingstsonntag und -montag, im Vilser Kurpark.

Zum wiederholten Mal hatten der Flecken Bruchhausen-Vilsen und der Kunst- und Kulturverein (KuK) zur wohl größten norddeutschen Kunstgalerie unter freiem Himmel eingeladen. Alle zwei Jahre ist das der Fall.

Gut beraten war, wer sich einen Sonnenhut oder -schirm mitgebracht hatte. Die meisten Künstler hielten sich denn auch vorzugsweise im Schatten auf, sprachen aber die Besucher gezielt an und informierten sie über ihre Werke.

"Kunst im Park" in Bruchhausen-Vilsen.

"Kunst im Park" in Bruchhausen-Vilsen. © Sabine Grulke
"Kunst im Park" in Bruchhausen-Vilsen. © Sabine Grulke
"Kunst im Park" in Bruchhausen-Vilsen. © Sabine Grulke
"Kunst im Park" in Bruchhausen-Vilsen. © Sabine Grulke
"Kunst im Park" in Bruchhausen-Vilsen. © Sabine Grulke
"Kunst im Park" in Bruchhausen-Vilsen. © Sabine Grulke
"Kunst im Park" in Bruchhausen-Vilsen. © Sabine Grulke
"Kunst im Park" in Bruchhausen-Vilsen. © Sabine Grulke
"Kunst im Park" in Bruchhausen-Vilsen. © Sabine Grulke
"Kunst im Park" in Bruchhausen-Vilsen. © Sabine Grulke
"Kunst im Park" in Bruchhausen-Vilsen. © Sabine Grulke
"Kunst im Park" in Bruchhausen-Vilsen. © Sabine Grulke

Die meisten der gut 20 Aussteller stammten aus dem heimischen Raum, manche waren ganz neu dabei. Beispielsweise Fernando Páez aus Sulingen: „Meine Kollegen haben davon gehört und gesagt: ,Fernando, das ist doch etwas für dich‘“, erzählte der gebürtige Kolumbianer bereitwillig. Der Schuhfertiger, der seit über 20 Jahren in Deutschland lebt, malt seit seiner Kindheit autodidaktisch. Nach Bruchhausen-Vilsen hatte er überaus realistisch gemalte Werke mitgebracht, darunter seinen Beitrag zum diesjährigen Thema: „Teufelskreis unserer Energie“ heißt das Bild, das zeigt, „wie wir, nur weil wir es etwas bequemer haben wollen, unsere Umwelt zerstören“, so Páez.

Ähnlich fotorealistisch waren die Bilder von Dagmar Herrmann aus Bremen, die mangels Auto ihre Arbeiten mit einem Taxi von der Hansestadt aus hergeschafft hatte. Ihr „Hoffnungsträger“-Bild zeigt einen Jungen, der einen Stromstecker in der Hand hat, neben einem Atomkraftwerk. „Ich möchte Geschichten erzählen“, sagt die Bremerin dazu.

Die Arbeiten waren an langen Bauzäunen ausgestellt oder hingen einfach in den großen Bäumen. Zum Thema „Energie“ hatte jeder Künstler etwas gefunden, und sei es das Motto „Liebe ist Energie“ von Andreas Horn. Beim Thema „Klimawandel“ vor zwei Jahren war das nicht ganz so einfach gewesen . . . Dennoch hatte jeder Aussteller tief in seinen Fundus gegriffen und präsentierte einen Querschnitt seines Schaffens.

Eigens aus Berlin angereist war die Künstlerin „Calla Mar“: „Weil meine Arbeiten sich ganz speziell mit Energie beschäftigen.“ Sie hatte Modelle von Windrädern mitgebracht, die sie zum einen mit Rentierfell und Ziegenleder, zum anderen mit Steinen und Muscheln zu modernen Totempfählen umgewandelt hatte. Neben ihren „Modern Totems“ präsentierte sie Collagen unter dem Titel „Wind-Visionen“, die sich ebenfalls mit Windkraft beschäftigten. „Die sollte positiver wahrgenommen werden“, so ihre Intention. Außergewöhnlich war auch die Encaustic-Malerei von Waltraut Frech aus Syke. Die Seniorin experimentiert mit der Jahrtausende alten Malerei mit Wachs, dem Farbpigmente zugesetzt werden. Dazu benutzt sie ein sogenanntes Maleisen. „Sieht aus, als würde ich bügeln“, sagt sie lachend und steckt mit ihrer Begeisterung an.

Im Rahmenprogramm untermalte an den Nachmittagen jeweils eine Band mit leichter Swingmusik die Ausstellung. Auf dem Rasen trieben die fröhlichen Clowns Siba und Timo ihr Unwesen mit Seifenblasen und riesigen Fliegenklatschen. Für die Kinder gab es aber auch die Möglichkeit zu arbeiten: Unter einem Pavillon im Schatten fertigten sie mit der Künstlerin Silvia Lauer-Schulz Energiehäuser aus Pappkartons.

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