Abilauf finanziert den Abschlussball / Schüler spenden für Hospiz

Meterweise Geld

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Egal, ob laufen oder gehen: Für jede absolvierte Runde gibt‘s Geld.

Br.-Vilsen - Der Startschuss für den Abilauf des Gymnasiums in Bruchhausen-Vilsen fiel gestern um 8.15 Uhr. Die 600 Schüler liefen eine 800 Meter lange Strecke um die Schule.

Für jede Runde klingelte es in der Kasse: Die Jungendlichen sammelten Geld für einen guten Zweck und den Abschlussball der Abiturienten – von denen selbst nur einige gelaufen sind.

Die 18-jährigen Lennart Wohlers und Marten Claes waren am längsten unterwegs. Sie liefen 50 Runden, das entspricht einer Strecke von 40 Kilometern. Dafür wurden die Schüler am Ende der Veranstaltung geehrt.

Der Abilauf ist am Gymnasium eine Tradition. Seit rund fünf Jahren organisieren ihn die Schüler der Abschlussklassen. Ihre Mitschüler hatten die Aufgabe, sich einen oder mehrere Sponsoren – egal ob Firma, Opa oder Mama – zu suchen. Sie spenden pro gelaufene Runde eine vorher festgelegte Geldsumme. Auch Festbeträge für den gesamten Lauf sind möglich. „Das ist aber nicht unbedingt motivierend“, weiß Lukas Detering. Der 18-Jährige hat im vergangenen Jahr selber am Lauf teilgenommen und 30 Runden geschafft. Er macht im nächsten Jahr sein Abitur.

Der Erlös wird geteilt: Das Hospiz Löwenherz bekommt 30 Prozent, die Aktion „Lebenswege begleiten“ aus Bruchhausen-Vilsen ebenfalls. Der Rest geht an die Abiturienten.

Die sind aber gar nicht so sehr auf Geld aus: „Der sportliche Gedanke zählt viel mehr. In erster Linie geht es uns darum, aktiv zu sein. Danach kommt der Erlös“, sagt Detering. „Wir werden ihn überwiegend in unseren Abschlussball und unser Jahrgangsbuch investieren“, sagt der Asendorfer.

Er und seine Mitschüler sind für die gesamte Organisation zuständig. „Jeder Läufer ist rund 20 Minuten auf der Strecke und hat dann 20 Minuten Pause“, erklärt er. Die Sportler wurden auf der Piste mit Musik und Zurufen der Zuschauer unterstützt. Auch Lehrer hatten sich zum Lauf angemeldet.

Die Teilnehmer informieren am Ende der Strecke Klassenlehrer und Abiturienten, die jede ihrer Runden mit einem Strich verzeichnen. Nach deren Anzahl werden die Läufer zur Kasse gebeten. „Das Geld holt sich jeder Schüler in den nächsten Tagen von seinen Sponsoren zurück“, sagt Detering. Die genaue Summe stand gestern noch nicht fest. at

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