Gymnasium: Kooperation mit „ExxonMobil“ im vierten Jahr / „Exportartikel“

„Mehr als ein Pilotprojekt...“

Kooperationspartner: Norbert Stahlhut („ExxonMobil“), Ute Lüßmann, Fred Knispel, Wilfried Köhn und Wilhelm Wilhelmi (alle Gymnasium Sulingen).

Sulingen - (oti) · Kooperationen zwischen Schule und Wirtschaft – anno 2010 nicht mehr ungewöhnlich. Die zwischen Gymnasium und „ExxonMobil“ geht mit Beginn des Schuljahres 2010 / 2011 in die vierte Runde. Eine Kooperation, die inzwischen landesweit Beachtung und Nachahmer findet. Das Modell „Sulingen“ wird jetzt auf das Antonianum in Vechta übertragen.

Norbert Stahlhut, Leiter Unternehmenskommunikation von „Exxon“, spricht von einer Erfolgsgeschichte, deren erstes Kapitel man mit Beginn des Schuljahres 2007/2008 geschrieben habe. „Wir haben das Versprechen der Nachhaltigkeit eingelöst, ohne dass sich in den vergangenen drei Jahren blinde Routine eingeschlichen hat.“ Stahlhut, aber auch Schulleiterin Ute Lüßmann und Fred Knispel, Kooperationsbetreuer seitens des Gymnasiums Sulingen, sprechen von einem dynamischen Prozess, durch den man der Partnerschaft nicht nur Jahr für Jahr neues Leben einhauche, sondern diese von Mal zu Mal auch für die Schülerinnen und Schüler attraktiver gestalte.

Seit 2007 unverändert ist der Rahmen, in der sich die Partnerschaft bewegt: Die Lehrkräfte in den Seminarfächern, im Schuljahr 2010/2011 Wilhelm Wilhelmi und Wilfried Köhn, absolvieren zunächst Praktika in Betriebsstätten der „ExxonMobil“, beobachten dort die Prozessabläufe und nutzen die Ergebnisse zur Erstellung eines Seminarplans, den die Schülerinnen und Schüler dann wiederum zur Auswahl ihrer Recherchethemen im Unternehmen nutzen. Fred Knispel: „Wählen die Schülerinnen und Schüler eines der Themen für ihre Facharbeit im Jahrgang elf, können sie auf Hilfestellungen aus dem Unternehmen zurückgreifen.“ Auch nach Ende der Schulzeit profitieren die Schülerinnen und Schüler zum Teil noch von der Kooperation. Knispel: „Wir haben nicht selten Anfragen von Abiturienten vorliegen, die um Vermittlung eines Praktikums zur Vorbereitung auf einen Studiengang im Ingenieurswesen bitten.“ Beiträge der „ExxonMobil“ zu Maßnahmen der Berufsorientierung in Jahrgangsstufe zehn, die Einladungen zu kulturellen Veranstaltungen oder auch zur „Ideen-Expo“ in Hannover komplettieren die Leistungen, die das Unternehmen in die Kooperation einbringt.

Leistungen, die für „ExxonMobil“ durchaus einen Mehrwert haben. Nach Unternehmensangaben haben nur 15 Prozent der deutschen Hochschulabgänger einen technischen Abschluss. „Viel zu wenig für den Exportweltmeister Deutschland“, sagt Norbert Stahlhut. „Um diesem Trend entgegenzuwirken, haben wir ein umfassendes Konzept zur Förderung von Nachwuchs entwickelt. Das Gymnasium Sulingen sei ein wichtiger Baustein des Gesamtkonzeptes. Neben „ExxonMobil“ unterstützen zwischenzeitlich auch der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz (NLWKN), die GLL Sulingen sowie Konrad Leymann vom gleichnamigen Sulinger Bauunternehmen die Schule in ihren Bemühungen, die Schülerinnen und Schüler des Seminarfachs für technische Berufe zu interessieren.

Stahlhut: „Ideengeber war vor vier Jahren der Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung.“ In dem Verband seien seinerzeit mit Blick auf den zu erwartenden Fachkräftemangel entsprechende Überlegungen gereift. Das Projekt „Sulingen“ sei zwischenzeitlich längst über den Modellcharakter hinausgewachsen – und wird jetzt exportiert...

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