Kanutouren auf der Aue

Maschmann: Neues Angebot in Barenburg

Michael Maschmann bietet ab sofort Kanutouren an (großes Foto). Kleine Fotos: Privataufnahmen der ersten Touren.
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Michael Maschmann bietet ab sofort Kanutouren an (großes Foto). Kleine Fotos: Privataufnahmen der ersten Touren.
  • Sylvia Wendt
    vonSylvia Wendt
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Barenburg – „Bekloppt, ne?“, antwortet Michael Maschmann auf die Frage, wie er denn auf die Idee gekommen ist, Kanutouren auf der Großen Aue anzubieten. Familie Maschmann hatte die Spreewälder Grachten im Sommer 2019 per Kanu erkundet. Michael Maschmann, von den meisten nur „Maschy“ genannt, schwärmt: „Das war so klasse, eine totale Idylle, wir haben die Tiere beobachtet und die Natur genossen.“

Die erste Idee war, ein Kanu für die Familie zu kaufen. Die Große Aue in Barenburg liegt nur wenige Meter von einem anderen seiner beruflichen Standbeine entfernt, der Forellenzucht. Hier könnte man einsteigen in die Boote, dachte er sich.

Die Natur allerdings war großzügig, bescherte den Barenburgern mittlerweile einen kleinen „Strand“: An der Einmündung der Kleinen Aue in die Große wurde Sand angespült, soviel, dass man hier bequem stehen und in die Boote einsteigen kann.

Auf der Suche nach einem Kanu fand Maschy im Netz gleich mehrere: Ein Anbieter von solchen Touren wollte sich beruflich verändern und veräußerte seine Flotte an Viererbooten. Michael Maschmann telefonierte, besprach sich mit dem Verkäufer und holte die Boote jetzt aus Süddeutschland in den Norden.

Einstiegshilfen

Neu gekauft wurden zwei Zweisitzer und ein Einsitzer. Neu gekauft hat Maschmann auch spezielle, ziemlich harte, Schaumstoffelemente: Die können an den Booten befestigt werden, die anschließend auf ein Auto gelegt und per Spanngurt befestigt werden können. So seien die Boote zu transportieren auch ohne speziellen Anhänger.

Maschmann verleiht seine Gefährte ab sofort, hilft beim Start, erklärt die Wegestrecke zwischen Kirchdorfer und Varreler Wehr, die allein schon etliche Kilometer beträgt und als erste Touretappe eigentlich ausreicht. Aber Maschmann kann es dann doch nicht verhindern, dass sich die erste Gruppe sportlicher junger Herren „ein bisschen“ verschätzt bei der geplanten Tour – und aus einem der jüngsten Regenschauer samstags um 20.30 Uhr etliche Kilometer vor dem verabredeten Treffpunkt abgeholt werden muss. Für diesen Abholservice steht Maschy auch bereit: Anruf genügt.

Schwimmwesten hat er für unterschiedliche Gewichtsklassen parat, beginnend ab 40 Kilo Körpergewicht und bis über 100 Kilo, für Erwachsene ebenso wie für Kinder.

Muss man schwimmen können? Maschmann lacht: „Das wäre von Vorteil.“ Der zweifache Familienvater rudert aber sofort zurück in den ernsten Tonfall: „Man darf sich nicht allein auf die Schwimmweste verlassen. Inwiefern der Einzelne geeignet ist, eine Kanutour auf einem Gewässer zu machen, liegt im Ermessen jedes Einzelnen. Ich bin dafür nicht verantwortlich.“ Tipps, Hinweise, Kartenmaterial, wasserdichte Tonne für Wertgegenstände und natürlich Paddel gehören, neben den Schwimmwesten, zur Ausstattung.

Buchbar sind die Boote ab sofort, Maschmann transportiert sie zum gewünschten Start, entleiht sie aber auch an Selbstabholer, wenn die woanders als auf der Großen Aue fahren möchten. Details wären individuell zu klären.

War das Unternehmen eigentlich aufwendig an den Start zu bringen im Hinblick auf Genehmigungen? „Überhaupt nicht“, sagt Maschmann. Nachdem die Idee Form angenommen hatte, habe er sich mit einigen Behörden in Verbindung gesetzt und die Pläne vorgetragen – Einwände habe es keine gegeben. Im Gegenteil: Rainer Ausborn, Geschäftsführer des Unterhaltungs- und Landschaftspflegeverbandes Große Aue, will Ein- und Ausstiegshilfen anbringen an den Wehren in Kirchdorf in Varrel und Kirchdorf sowie in Höhe von Maschmanns Forellenzucht Barenburg. „Man kann aber auch jetzt schon an den Wehren ein– und aussteigen“, sagt Maschmann. Was wichtig ist, denn um diese Wehre herum müssen die Boote getragen werden, sie sind nicht per Boot passierbar.

Und die Mücken?

Arrgh, und die ganzen Mücken? „Das ist ja das Schöne: Du stehst am Ufer und hast Mücken, aber auf dem Wasser, da ist Ruhe. Auch vor Mücken“, erklärt Maschmann. Wenn gewünscht, würde er eine Tour begleiten. Die Große Aue hat, zumindest zwischen Varrel und Kirchdorf, in der Regel keine nennenswerte Fließgeschwindigkeit. Das aber, darauf weist Rainer Ausborn hin, könne sich ändern, wenn der Wasserpegel steigt, etwa nach starken Regenfällen, wie neulich.

Weitere Ideen rund um Kanutouren würden bereits im Hintergrund von verschiedenen Protagonisten entwickelt, seien ab er jetzt noch nicht spruchreif. Maschmann denkt an Mehrtages-Touren, Kooperationen bringt Ausborn als Stichwort ein. Der Barenburger Jung-Unternehmer sieht es gelassen: „der Start ist geglückt, jetzt dürfe sich weitere Ideen entwickeln.“

Kontakt

In Sachen Kanutouren ist Michael Maschmann unter Tel. 01 75 / 1 72 45 21 oder per E-Mail an info@maschy.de zu erreichen.

Von Sylvia Wendt

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