Bücherauswahl so vielfältig wie die Veranstaltungsorte / Zwölf Lesungen

Martfelder Literaturtage locken in die Wohnzimmer

Barbara Hache (links) las gestern Hermann Hesse. Indre Busar lauschte aufmerksam. Die Asendorferin besuchte zwei Veranstaltungen der Martfelder Literaturtage. ·
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Barbara Hache (links) las gestern Hermann Hesse. Indre Busar lauschte aufmerksam. Die Asendorferin besuchte zwei Veranstaltungen der Martfelder Literaturtage. ·

Martfeld - Von Regine SulingDass Erwachsene Kindern Geschichten vorlesen, ist normal. Aber auch sie selbst lauschen gerne und gebannt, wenn ihnen Erzählungen vorgetragen werden. Das beste Beispiel dafür sind die „Martfelder Literaturtage“. Bereits zum dritten Mal lasen am Wochenende Einwohner drei Tage lang für ihre kleinen und großen Mitbürger. Das gefiel nicht nur Martfeldern: „Ich komme aus Asendorf“, erzählte Indre Busar, die bereits am Freitag einen langen Literatur-Abend genoss.

In der Küche des alten Pfarrhauses las Axel Hillmann aus „Der Geist der Mirabelle“ von Siegfried Lenz. „Er hat fast alle der Kurzgeschichten vorgetragen“, sagte Indre Busar. „Dann haben wir noch gequatscht.“ Gegen Mitternacht ging der Geschichten-Abend schließlich zu Ende.

Am Sonntagnachmittag kam Indre Busar dann erneut nach Martfeld. Sie hörte aufmerksam zu, als Barbara Hache Märchen von Hermann Hesse las. Die Geschichte vom kleinen Augustus fesselte die Zuhörer, die dazu Kekse und Kräutertee und eine heimelige Atmosphäre in der Fehsenfeldschen Mühle genossen. Am Vormittag hatte Barbara Hache an gleicher Stelle bereits „Indianermärchen“ vorgelesen. „Die Lesung war sehr gut besucht, zwölf Leute waren da.“

Während Barbara Hache in der Mühle Hesse vortrug, waren im Feuerwehrhaus in Kleinenborstel zur gleichen Zeit plattdeutsche Geschichten Trumpf. Martfelder Begebenheiten gab Richard Klausen zum Besten, Algeth Weerts las zusammen mit Wilfried Nordbruch sowie Maite und Marja Köster plattdeutsche Geschichten.

Denker und Söffker  beschließen Veranstaltung

    Insgesamt zwölf Mal steckten die Martfelder am Wochenende ihre Nasen in die Bücher, um anderen Menschen spannende Geschichten zu präsentieren. In Wohnzimmern, im alten Pfarrhaus, in der Mühle, in der Scheune und in der Werkstatt: Die Orte waren so unterschiedlich wie die Geschichten.

Das Ende der Literaturtage markierten Thomas Denker und Rennig Söffker, die gestern Abend aus „Bronsteins Kinder“ von Jurek Becker lasen. Auch Barbara Hache machte gerne bei den Literaturtagen mit: „Das ist so eine schöne Einrichtung – umsonst und drinnen.“

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