Gemeinderat beschließt Richtlinie

Martfeld fördert Häuslebauer

Martfeld - Von Mareike HahnAls erste Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen unterstützt Martfeld Häuslebauer finanziell. Der Rat beschloss bei seiner Sitzung am Mittwochabend, dass Familien für den Bau eines Wohnhauses in der Gemeinde 1 500 Euro pro Kind bekommen. Zusätzlich gibt es eine Grundförderung von 2 000 Euro für alle, die sich für ein Grundstück im Baugebiet Alter Kamp entscheiden. Die Richtlinie tritt rückwirkend zum 1. Januar in Kraft.

Die Arbeitsgruppe Marketing und Wirtschaft hat das Papier entwickelt. Darin sind ein paar Voraussetzungen aufgeführt: So ist die Förderung zurückzuzahlen, wenn der Bauherr sein Gebäude nicht mindestens fünf Jahre selbst bewohnt. Eine Altersbeschränkung gibt es für die Förderung pro Kind: Diese gilt nur bis zur Vollendung des 13. Lebensjahrs. Die Zuwendung ist einmalig, zunächst endet der Förderzeitraum Ende 2015.

Michael Albers (SPD) betonte während der Sitzung im Hustedter Dorfgemeinschaftshaus: „Die Richtlinie ist nur ein Baustein zur Stärkung der Bautätigkeit in Martfeld. Es ist klar, dass wir damit keinen ultimativen Run auslösen – aber wenn wir Aufmerksamkeit erregen und es sich der eine oder andere überlegt zu bauen, ist das schon ein guter Schritt.“ Gleichzeitig wolle die Arbeitsgruppe weitere Maßnahmen erarbeiten, um die Leute nach Martfeld zu locken.

Von einer „kleinen Blüte im Blumenstrauß“ sprach Torsten Tobeck (Unabhängige Liste). „Wir müssen noch mehr erfinden, um das Bauen attraktiver zu machen.“ Man solle die Förderung bewerben, etwa mit Flyern.

Das sah Dirk Aue (Grüne) genauso, der nach eigenen Worten mit der Richtlinie sehr glücklich ist. „Wir wollen eine Vielzahl von Kindern hier haben. Das müssen wir auch, um Krippe, Kindergarten und Schule auszulasten. Die Zukunft des Dorfs hängt von den Kindern ab.“ Zurzeit seien drei Neubauten in Martfeld im Entstehen, ein vierter Bau an der Heidstraße folge noch dieses Jahr. „Wir haben also Bauaktivitäten.“

Nach Angaben von Michael Albers ist die Kreissparkasse, Besitzer des Baugebiets Alter Kamp, bei einer Werbekampagne mit im Boot.

Einstimmig nickten die Kommunalpolitiker die neue Richtlinie ab.

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