Interview mit Wirtschaftsförderer Günter Klingenberg / Wettbewerb für Betriebe

Marketing mit Müsli und Marmelade

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GünterKlingenberg

Syke / Diepholz - Von Katrin Pliszka. Liebe geht durch den Magen – das gilt auch für die Liebe zur Heimat. Wenn Günter Klingenberg Gäste hat, serviert er am liebsten frischen Spargel aus der Region. Zudem sprach er mit der Redaktion über die diesjährige Suche nach dem „kulinarischen Botschafter Niedersachsens“ und darüber, warum Betriebe dieses Forum nutzen sollten.

Herr Klingenberg, was bringt es Betrieben, „kulinarische Botschafter Niedersachsens“ zu sein?

Günter Klingenberg: Mit dem Label „kulinarische Botschafter“ werden hervorragende Lebensmittel aus Niedersachsen ausgezeichnet und angeboten. Das Label ist ein gutes Marketinginstrument. Viele ausgezeichnete Produkte finden sich in den hochwertigen Genussboxen des Landes, die als offizielles Geschenk benutzt werden. Bisweilen präsentiert die niedersächsische Marketinggesellschaft eine Auswahl der „kulinarischen Botschafter“ auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin.

Was sollte diese Produkte auszeichnen?

Klingenberg: Sie sollten herzhaft heimisch, typisch traditionell oder ländlich lecker sein. Von den geschmackvollen Spezialitäten erwarte ich einen regionalen Bezug.

Haben Bio-Produkte bessere Chancen im Wettbewerb?

Klingenberg: Erlesene Bioprodukte für anspruchsvolle Genießer werden im Wettbewerb genauso bewertet wie andere ausgezeichnete Lebensmittel.

Acht Firmen mit zehn Produkten aus dem Kreis waren „kulinarische Botschafter“– wer durfte sich bereits mit dem Titel schmücken?

Klingenberg: 2010 waren das das „Amaranth Früchte-Müsli“ der Firma Allos in Drebber sowie der „Bohnen-Eintopf mit Moorschnuckenfleisch“ und „Lamm süß mit Moorschnuckenfleisch“ von der Schäferei Fischerstatt in Stemshorn. Aus Sulingen war 2010 der „Bullenschluck“ dabei. Im Jahr 2011 waren es „Marella Edelgarnelen“ vom Hof Schäfer in Affinghausen, der Fruchtaufstrich „Amarenakirsche“ sowie die „Früchteschnitte Mango“ von Allos. Außerdem gehörte der „Sommerblütenhonig“ der Imkerei Hanking in Hemsloh dazu. Im vergangenen Jahr waren „Land-Kartoffelchips“ von Johanning Snack aus Rehden sowie die Emmer-Kekse von Allos unter den „Botschaftern“.

Wie isst man im Landkreis Diepholz?

Klingenberg: Die Frage ist schwer zu beantworten. Die große Bandbreite reicht in meinen Augen vom deftigen Essen wie Kohl und Pinkel bis zu Spezialitäten, zum Beispiel Edelgarnelen aus Affinghausen.

Welche Spezialität aus dem Kreis empfehlen Sie Ihren Gästen?

Klingenberg: Mein Tipp zu Beginn der Spargelsaison ist frisch geernteter, feiner Spargel mit Frühkartoffeln, Sauce Hollandaise sowie rohem Schinken und leckerem Schnitzel aus der Region.

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„Kulinarische Botschafter“

Initiatorin des Wettbewerbs ist die Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft. Sie sucht laut einer Pressemitteilung „typische, originelle und innovative Lebensmittel und Spezialitäten aus Niedersachsen“. Zugelassen seien verarbeitete Produkte, die ganzjährig in gleichbleibender Qualität zur Verfügung stünden, zum Beispiel Getränke, Obst- und Gemüsekonserven, Fisch-, Molkerei- und Fleischerzeugnisse. Die besten Produkte sollen im Juni prämiert werden. Einsendeschluss ist Freitag, 8. März. Die Teilnahmebedingungen sowie ein Bewerbungsformular sind zu finden im Internet unter

http://www.kulinarische-botschafter-niedersachsen.de

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