Schwerathleten des TSV Bassum zählen 800 Teilnehmer beim 40. Silvestermarsch / Jugendliche zünden Böller

„Man muss ja noch Ziele haben“

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Familie Saul aus Bassum beißt herzhaft in die Bratwurst.

Bassum - Rund 800 Teilnehmer zählte Volker Malowitz am Montag beim traditionellen Silvestermarsch in den Bassumer Stiftsfuhren. „Das ist nach 2008 das zweitbeste Ergebnis“ freute er sich über die Resonanz.

Damit würdigten die Bassumer den besonderen Geburtstag der Traditionsveranstaltung. Es war der 40. Marsch. Das erträumte Ziel, die 1000er-Grenze zu überschreiten, blieb allerdings unerfüllt. „Man muss ja noch Ziele haben“, nahmen es die Organisatoren mit Humor.

Bereits um 12.15 Uhr waren die Schwerathleten des TSV Bassum vor Ort, um die Vorbereitungen zu treffen. Sie richten den Marsch seit 1979 aus. Gemeinsam stellten sie das neue Zelt auf und bauten parallel dazu den überdachten Grillstand auf. Einige nahmen es besonders genau und richteten die Tresentische sogar mit einer Wasserwaage aus. „Es soll doch alles perfekt sein“, erklärte Rolf Hartmann, Chef der Schwerathleten.

Die ersten Spaziergänger, die am Bratwurststand eintrafen, war Familie Saul aus Bassum mit Tochter Mila (6), Sohn Jonathan (12) und Hund Bonnie. „Wir sind seit 13 Jahren beim Silvestermarsch dabei“, berichtete Claus Saul, der seinerzeit mit Ehefrau Monika einem Tipp eines Nachbarn gefolgt ist und heute auf den Marsch nicht mehr verzichte möchte.

„So langsam mal sieben Bratwürste fertig machen“, orderte kurz darauf eine Gruppe aus der Kurzen Straße aus Bassum. „Wir sind zum zehnten Male dabei und immer bemüht, zu den Ersten zu gehören“, hieß es.

Auch zwei Familien aus Twistringen hatten sich früh in die Stiftsfuhren aufgemacht und feierten dabei ein kleines Jubiläum. „Es ist unser 25 Marsch.“

Gegen 15 Uhr wurde es in den Stiftsfuhren voll, es herrschte regelrecht Gedränge. Wer eine Bratwurst wollte, musste sich in Geduld üben. Die Schwerathleten kamen mit den Bestellungen kaum nach. Dafür trafen die meisten Besucher unverhofft auf Freunde und Bekannte, hielten einen Plausch und genossen heißen Glühwein oder Kirschsaft .

Erst gegen 17 Uhr, es herrschte schon fast völlige Dunkelheit, traten die letzten Besucher den Rückweg an. „Die Stimmung war großartig“, zeigte sich Rolf Hartmann nach dem Abbau zufrieden.

Ärgerlich fand er allerdings das Verhalten einer Gruppe junger Erwachsener, die auf ihrem Rückweg Böller und Raketen zündeten, was in den Stiftsfuhren ausdrücklich verboten ist. · bbk

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