Zehntes Fußballcamp in Marhorst begeistert talentierte Nachwuchskicker

Luna (7) allein unter 24 Jungen

Üben, üben, üben: Ball- und Körperbeherrschung im Marhorster Fußballcamp, das heute endet. ·
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Üben, üben, üben: Ball- und Körperbeherrschung im Marhorster Fußballcamp, das heute endet. ·

Marhorst - Von Theo WilkeLuna Wiechers ist talentiert am runden Leder. Die Siebenjährige aus dem Dorf beteiligt sich zum ersten Mal am Marhorster Fußballcamp und hat ihren Spaß als einziges Mädchen unter 24 Jungen. Heute Nachmittag endet das Camp nach einem kleinen „WM-Turnier“ auf dem Sportplatz.

Tricks von Messi, Cristiano Ronaldo oder Arjen Robben möchten Luna und die Jungs lernen und trainieren immer wieder Standards, spielen „Eins gegen Eins“, aber auch gruppenweise und üben Torschüsse. Auch das inzwischen zehnte Fußballcamp haben der SV Marhorst und Kaufmann Peter Piening aus Twistringen organisiert. Die meisten Teilnehmer kommen aus dem Stadtgebiet und aus Wildeshausen.

„Heute Morgen spüren die Kinder wohl die Anstrengungen von gestern. Deshalb gibt es zunächst ein Aufwärmentraining“, erklärt Techniktrainer Arun Mirzada. Ebenso wie Sportstudent Hendrik Wawers ist der frühere Jugendtrainer von Schalke 04 und Alemannia Aachen aus Köln angereist. Dass sich diesmal nur 25 Kinder angemeldet haben, ist für das Coerver-Duo kein Problem. Zu denken gibt ihnen die Entwicklung aber doch: Vor vier Jahren beteiligten sich noch 60 Kinder in Marhorst, da gab es bundesweit gerade mal um die 250 Fußballschulen. Inzwischen hat sich deren Anzahl laut Mirzada mehr als verdoppelt.

Fynn Wronna ist mit seinem Vater Sascha extra aus Datteln in der Nähe von Recklinghausen angereist. Der siebenjährige Fynn begeistert sich seit seinem dritten Lebensjahr für Fußball. Sein Papa ist Zaungast: „Ich schaue mal, ob wir dieses Camp auch in unserem Verein, dem Schwarz-weiß Meckinghoven anbieten können.“

Und warum Marhorst? – Sascha Wronna: „Wir haben das Angebot im Internet entdeckt, und wir haben hier Verwandte. Das passt“, so der gebürtige Wildeshauser.

Währenddessen wärmen sich Sohn Fynn und die anderen Nachwuchskicker am zweiten Camp-Tag zunächst beim Fußball-Baseball (Brennball) auf. In den Pausen gibt es viel Obst und reichlich Getränke. Dafür sorgt das SV-Team: Vize-Jugendleiter Hans Stolle, Manuela Wilkens, Manuela Beuke, Peter Tegeler und Beater Hohnholt-Leiber. Das Mittagessen liefert Gastronom Klaus Schade.

Als „FD21“ (Fußball in Deutschland im 21. Jahrhundert) bekannt geworden, läuft das Marhorster Camp erstmals als „Coerver“-Angebot. Der Inhalt hat sich nicht verändert. Sechs- bis Vierzehnjährige haben die Chance, ihre Technik und ihr Spiel zu verbessern. Geübt wird nach einer Methode, die 1984 von Alfred Galustian und Charlie Cook – inspiriert durch die Ideen des Fußballtrainers Wiel Coerver – gegründet wurde.

Beim Fußballspaß stehen Ball- und Körperbeherrschung im Vordergrund, außerdem Tricks von Weltklassespielern. Die Kinder sind begeistert. Luna spielt schon in der G-Mädchenmannschaft des SV Marhorst. „Ich bin der Libero der E-Jugend“, erzählt Eric Bielefeld (8) in der Obst-Pause. Mit seinen zehn Jahren ist Ben Schwarze der älteste Nachwuchskicker im Camp. Heute folgt zum Abschluss noch eine kleine WM um den Coerver-Cup.

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