Zugang zu schnellem Internet Thema im Quernheimer Gemeinderat

30 Vorverträge nötig

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Mediengruppe Kreiszeitung

Quernheim - Von Heinrich Klöker. Der Zugang zu schnellem Internet wird immer wichtiger und zählt mittlerweile als Standortfaktor. Er blieb den Einwohnern der Gemeinde Quernheim bislang allerdings verwehrt. Um in diesem Zusammenhang Abhilfe zu schaffen, war die Verbesserung der Breitbandversorgung ein Thema bei der Sitzung des Gemeinderates am Donnerstagabend in der Lichtburg.

Johannes Geers, Kommunalbetreuer der RWE, informierte die Kommunalpolitiker und Zuhörer über den Stand der Dinge. Im Rahmen des Breitbandkonzeptes der RWE in Kooperation mit „Hugo Internet“ bestehe grundsätzlich die Möglichkeit, schnelles Internet auch nach Quernheim zu bringen.

Dazu müsse der Kabelverzweiger im Ort, von dem die Leitungen in die Häuser verlaufen, mit Glasfaser erschlossen werden. Dann seien im Umkreis von einem Kilometer um den Verzweiger Geschwindigkeiten von 50 Megabit pro Sekunde möglich.

Derzeit seien nur die Hauptverteiler – Quernheim wird von dem in Lemförde versorgt – mit Glasfaser erschlossen. Von dort würden Kupferkabel in die Orte zu den Kabelverzweigern und dann weiter in die Häuser verlaufen. „Umso länger die Kupferverbindung ist, umso höher ist die Dämpfung“, sagte Geers. In Quernheim seien momentan noch Geschwindigkeiten von etwas mehr als sechs Megabit pro Sekunde möglich.

Um diese zu erhöhen, muss laut Geers die Kupferstrecke verkürzt werden, indem der Kabelverzweiger mit Glasfaser erschlossen wird. Dafür sind laut dem Fachmann Tiefbauarbeiten zur Verlegung des Glasfaserkabels und die Errichtung eines Multifuktionsgebäudes notwendig.

Diese Maßnahmen werden jedoch erst beginnen, wenn in Quernheim 30 Haushalte Vorverträge mit dem RWE-Vertriebspartner „Hugo Internet“ abgeschlossen haben. „Das Projekt muss sich für uns ohne Fördermittel und Zuschüsse rechnen und von allein tragen“, erklärte Geers. Bislang wurden laut Verwaltung nur zwei Vorverträge registriert.

„Höhere Leistung bei

geringeren Kosten“

Diese würden laut Geers erst zur Leistungsabnahme verpflichten, wenn das Projekt tatsächlich umgesetzt werde.

Zudem hätten die Interessenten keine zwei Verträge gleichzeitig, denn die Vereinbarungen mit „Hugo Internet“ würden erst greifen, wenn der Vertrag der Betroffenen mit ihrem bisherigen Anbieter nach der Kündigung ausgelaufen sei.

Wie Geers mitteilte, würde die RWE die Erschließung – anders als die Telekom – ohne finanzielle Beteiligung der Gemeinde umsetzen.

„Es muss sich jeder selbst überlegen. Wir hätten eine höhere Leistung bei geringeren Kosten“, sagte Bürgermeister Matthias Wrampelmeier, der zuvor den Internet-Bedarf seiner Familie skizzierte und erläuterte, dass dieser mit der vorhandenen Technik nicht gedeckt werden könnte.

Zuhörer monierten, dass die Art der Vorverträge die Bürger bisweilen überfordern würde und die Vorteile nicht richtig dargestellt seien.

Johannes Geers brachte einen Stapel Vorverträge mit, die der Bürgermeister verteilen wollte. Möglicherweise tut sich ja schon bald etwas in Sachen schnelles Internet in Quernheim.

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