Zehnjähriges Bestehen der Streicherklasse Anlass für Feier in Grundschule

123 Kinder lernen Instrument

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Zehn Jahre Streicherklasse in der Lemförder Grundschule: Anlass für eine kleine Feier.

Lemförde - „Zehn Jahre Streicherklasse! Wir haben uns gedacht: Das ist es uns wert, dass wir eine kleine Feier veranstalten. Die wollen wir auch nutzen, dass unsere Ganztags-Arbeitsgemeinschaften zeigen, was sie im letzten Halbjahr getan haben“, sagte Beate Gondek, Schulleiterin der Grundschule Lemförde, als sie in der gut gefüllten Pausenhalle die Schüler, Eltern, Großeltern, Mitarbeiter und weitere Gäste begrüßte.

Ihr besonderer Gruß galt Michael Nordlohne von der Kreismusikschule (KMS) des Landkreises Diepholz, denn: „Streicherklasse geht nur in Kooperation mit der KMS.“ Insgesamt 123 Kinder hatten in den vergangenen zehn Jahren die Gelegenheit, ein Streichinstrument kennenzulernen und erste Musikstücke zu spielen, erläuterte Beate Gondek später. In acht Jahren sei es sogar möglich gewesen, „dass die Kinder unter mehreren Instrumenten wählen konnten“, verdeutlichte die Schulleiterin. In den vergangenen zwei Jahren seien nicht so viele Anmeldungen erfolgt. „Da haben wir dann eine Violingruppe gegründet“, so Gondek. Sie sei sehr dankbar, dass man seit zehn Jahren diese Kooperation mit der KMS habe. „Und dass uns die Lehrkräfte Ruth Schwarzenberger und Helene Schneider so gut unterstützen“, stellte die Pädagogin heraus.

Seit neun Jahren gebe es zudem das Schulorchester. Gondek: „Eine Riesen-Bereicherung für unser Schulleben! Denn nachdem die ersten Kinder ein Jahr die Streichergruppe durchlaufen hatten, haben sie das Schulorchester gebildet. Und jetzt rücken die Kinder immer nach.“

Breite Vielfalt an

Arbeitsgemeinschaften

Diesem Ensemble gehören Mädchen und Jungen der Klassen zwei bis vier an. „Es ist eine tolle Sache, den Kindern die Möglichkeit zu geben, festzustellen: Liegt es mir, ein Instrument zu spielen? Macht es mir Spaß? Wie kann ich meine Freizeit sinnvoll gestalten?“, zeigte die Rektorin auf. Besonders freute sie sich: „Dass wir heute all das kombinieren können mit allen Dingen, die wir in unserer Schule tun.“

Die breite Vielfalt an Arbeitsgemeinschaften wurde im Verlauf des Programms deutlich. So eröffnete die Trommel-AG des Ganztags unter der Leitung von Ruth Schwarzenberger die Vorführungen. Mit jeder Menge Spielfreude trommelten sie auf ihren Cajons, sogenannte Sitztrommeln, ein sehr experimentelles Stück, das immer wieder von Pausen unterbrochen wurde, und ernteten einen langanhaltenden Applaus.

Die Streicherklasse unter der Leitung von Ruth Schwarzenberger und Helene Schneider brachte dann äußerst engagiert „Two by two“, „Kleiner Walzer“, „Saiten schwingen“ und „Clog Dance“ zu Gehör. „Beeindruckend! Das ist wirklich spitzenmäßig gewesen, da sie erst seit September spielen“, lobte Beate Gondek die jungen Instrumentalisten. Ebenso lange spielen die Kinder der Flöten-AG unter der Leitung von Juliane Theinert, die schon tonsicher „Hänsel & Gretel“ und „Mary had a little lamb“ interpretierten.

Die Theater-AG unter der Leitung von Helgard Hagemeier und unter Mitwirkung von Beate Wilker und der AG „Kreatives Gestalten für Erstklässler“ sowie Sandra Menck und der AG „Gestalten im Team“ hatten das altbekannte Märchen „Der gestiefelte Kater“ einstudiert. Das wurde nicht nur mit jeder Menge Pathos auf die Bühne gebracht, sondern Hanna Wagner bezauberte das Publikum auch als „gestiefelter Kater“.

Ausstellung auf

Stellwänden

„Das war eine tolle Theaterleistung“, zollte wieder Beate Gondek den jungen Nachwuchsschauspielern Anerkennung. Einen Sonderapplaus bekam die AG Malen unter der Leitung von Cornelia Lissek, die für eine bunte Vielfalt in Form einer Ausstellung sorgte, die die Besucher auf Stellwänden bewundern konnten.

Zudem gab es „Geschichten von Schülern einer Hausaufgabengruppe“ unter der Leitung von Gondek. Hier gaben Fuat Gören und Leon Schliebe zwei Storys zum Besten. Schlusspunkt der kurzweiligen Darbietungen bildete das Schulorchester unter der Leitung von Helene Schneider, das hochkonzentriert die „Ode an die Freude“ von Beethoven oder „Lang, lang ist´s her“, das einst Lolita sang, spielte.

cb

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