Grundschule Lemförde rüstet in Sachen Digitalisierung auf / 40 neue Tablets für Schüler

Wlan kommt in jeden Klassenraum

Damit die Lemförder Grundschüler künftig alle über Microsoft-Teams in der Schul-Cloud arbeiten können, schafft die Samtgemeinde „Altest Amt Lemförde“ 40 weitere iPads an.
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Damit die Lemförder Grundschüler künftig alle über Microsoft-Teams in der Schul-Cloud arbeiten können, schafft die Samtgemeinde „Altest Amt Lemförde“ 40 weitere iPads an.

Lemförde – Die Verbesserung der digitalen Infrastruktur an Schulen ist durch die Corona-Krise zwar stärker in den Fokus gerückt, doch auch davor war die Digitalisierung schon ein Thema. „Wir sind schon ziemlich gut ausgestattet“, sagt Kerstin Schult, Hauptamtsleiterin der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ über die eigene Grundschule. Trotzdem stehen auch in der Lemförder Einrichtung und ihrer Brockumer Außenstelle noch Verbesserungen an, die zum Teil aus dem Förderprogramm Digitalpakt des Bundes finanziert werden.

Kurzfristig schafft die Samtgemeinde 40 Tablets an. Dafür stehen ihr laut Kerstin Schult rund 11000 Euro aus dem Sofortausstattungsprogramm des Bundes zur Verfügung. „Die Geräte sind bestellt, aber es gibt extreme Lieferschwierigkeiten“, so die Hauptamtsleiterin. Sie hofft, dass sie noch in diesem Monat eintreffen. Dann sei man, was die Endgeräte angeht, gut aufgestellt.

Die Tablets sollen diejenigen der etwa 300 Schüler bekommen, die auch sonst Lernmittelunterstützung erhalten, finanziell also nicht ganz so gut aufgestellt sind. Sie sollen laut Schulleiterin Cordula Lindemann erst einmal sicherstellen, dass diese Schüler auch zu Hause arbeiten können, falls der Präsenzunterricht erneut eingeschränkt werden sollte. Später werden sie auch im Unterricht genutzt.

Doch dafür ist die Wlan-Ausstattung in den Klassenräumen in Lemförde und Brockum momentan noch nicht ausreichend. Die IT-Experten des Landkreises Diepholz haben laut Schult fünf Netzwerkverbindungen pro Raum empfohlen, aktuell gibt es in den meisten Räumen aber nur drei. Wann genau die Installation der Technik erfolgt, ist noch offen. Firmen, die im Bereich Digitalisierung tätig seien, seien derzeit ausgebucht, so Schult.

„Und die Preise schießen in die Höhe.“ Für die Verbesserung der Infrastruktur stehen der Grundschule 91700 Euro aus dem Digitalpakt zu. „Aber die werden nicht reichen“, weiß die Hauptamtsleiterin. Die Samtgemeinde werde einen großen Teil kofinanzieren müssen; wie viel genau, sei noch offen.

Smartboards gibt es dagegen schon in jedem Klassenraum. Sie haben eine direkte Netzwerkverbindung und können darum uneingeschränkt genutzt werden. Ganz weit vorne ist die Grundschule Lemförde auch in Sachen Medienbildungskonzept. Während viele Schulen das Konzept jetzt erst erarbeiten, hatte die frühere Grundschulleiterin Beate Gondek bereits im Mai vergangenen Jahres ein entsprechendes Konzept vorgelegt, das laut ihrer Nachfolgerin Cordula Lindemann auch schon in vielen Bereichen umgesetzt wird.

In dem Papier noch nicht enthalten war die Arbeit mit der Plattform Microsoft-Teams, über die die Lehrer erstmals während der Zeit der Schließung im Frühjahr miteinander und mit ihren Schülern und deren Eltern kommuniziert hatten. Die Plattform hat sich laut Lindemann bewährt und wird aktuell auch für Konferenzen und Elterngespräche genutzt.

Zwar kam die Grundschule relativ gut durch die schwierige Zeit vor den Sommerferien, doch Lindemann hofft, dass es keinen zweiten Lockdown gibt. „Es ist einfach nicht dasselbe“, sagt sie zum Lernen in den eigenen vier Wänden. Insbesondere für Grundschüler sei das schwer. „Am meisten gelitten haben im Frühjahr die ersten Klassen, weil die als letzte zurückgekommen sind.“

Von Melanie Russ

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