„Es wird den SCL weiter geben“

Segelclub Lembruch plant Neubau eines Gebäudes für Mitglieder

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Der neue und wiedergewählte Vorstand setzt sich aus Marianne Altvater (2.v.l.), Dirk Henrichs, Antje Siekmann, Rainer Altvater, Karen Schlüter und Morten Häger zusammen. Rainer Klingenberg (links) wurde für 25-jährige Mitgliedschaft mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet.

Stemshorn/Lembruch - Die Zukunft des Segelclubs Lembruch (SCL) scheint gesichert. Das war das Fazit der Jahreshauptversammlung am Sonntag in Stemshorn in Tiemanns Hotel. „Es wird den SCL weiter geben“, verkündete die wiedergewählte erste Vorsitzende Marianne Altvater. Aber die Ergänzungen hatten es in Rückschau und Ausblick in sich.

Im Oktober vergangenen Jahres begann laut Altvater die richtig turbulente Zeit: „Das Heizöl war in der Villa Schodde alle, das war schlecht und gut zugleich, denn wir wussten, dass wir die Villa räumen mussten.“ Hintergrund: Der Traditionsverein SCL zählt derzeit 60 Vollmitglieder und befand sich lange im alten Schoddenhof-Gebäude, dem „Alten Kahn“ und im Anschluss in der gegenüberliegenden Reetdach-Villa Schodde Beide sind inzwischen abgerissen, sie wichen den Plänen für das Gelände am Schoddenhof, dem „Marissa Ferienpark“, der Gesellschaft „Wald und Welle“.

„Parallel erhielten wir viele Anfragen, weiter beim SCL segeln zu dürfen, egal ob mit oder ohne Clubhaus“, erklärte Altvater. „Nach dem Status quo, zwar mit neuem Hafen und Schwimmstegen, aber ohne Herberge, war der Auftrag an uns klar: Ein neues Gebäude muss her“, so die Vorsitzende. Mit viel Engagement und Arbeitsdiensten sei die Villa geräumt worden und eine Spendenwelle für das neue Gebäude angelaufen.

Am 10. November war der Bauantrag für das Holzgebäude mit Veranda und großen Panoramafenstern gestellt. Über die Projektierung berichtete der wiedergewählte Sportwart Rainer Altvater, der seinen Ausführungen vorausschickte: „Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir das Vertrauen für das Projekt schenkt. Ich baue sehr gerne das neue Betriebsgebäude für uns.“

Neues Gebäude halb im Wasser, halb an Land

Damit das klappt, hatte er mit Weitblick alle Hebel in Bewegung gesetzt, konnte den Mitgliedern eine überzeugende Präsentation mit Zeitmanagement- und Finanzplan liefern. Mit im Boot für Bauzeichnung und Bauantrag sitzt der Architekt Diplom-Ingenieur Wolfgang Ruß aus Wagenfeld.

Das vorelementierte und durch zwei seitliche Zugänge und Geländer erweiterte sieben mal zehn Meter große Holzgebäude wird halb an Land, halb im Wasser auf einem waagerechten Stahlrahmen und Stützen ruhen. Die Zuwegung erfolgt über das Gelände des „Marissa Ferienparks“ über die geplante Plaza. „Wir haben von Anfang an mit dem verantwortlichen Geschäftsführer von Wald und Welle Erik Winther gut zusammengearbeitet“, unterstrich Rainer Altvater. Der Zeitplan sieht nach zeitnahem Beginn eine Erstellungsphase von rund elf Wochen vor und könnte Ende Juni fertiggestellt sein. Laut Altvater muss nicht zwischenfinanziert werden, auch Schulden müssen nicht gemacht werden. „Wir brauchen aber noch Spenden für Inventar und Einrichtung und für eine kleine Gartenhütte und Außenbeleuchtung“, appellierte er an die Mitglieder.

Die alte und neue Vorsitzende des Segelclubs Lembruch, Marianne Altvater, erläutert das Projekt „Neues Betriebsgebäude“, sprich Herberge für die Segler am Hafen im Bereich des Schoddenhofes.

Das zweite Projekt, ohne dass die Boote nicht zu Wasser gelassen werden können, ist das Umsetzen des Kranes. Das sei erforderlich, weil sich der Kran an der Stelle befindet, wo „Wald und Welle“ für den Ferienpark Sauna-, Bar- und Strandbereich vorsieht, erläuterte Altvater. „Wir können den Kran nach Süden versetzen in Richtung unseres Steges. ,Wald und Welle‘ baut das Fundament für den Kran und eine Holzplattform.“ Letztere wird über den vorhandenen Betonsteg gebaut, erläuterte er anhand einer Skizze. Hier wird man engmaschig im Kontakt mit den Ferienpark-Planern bleiben.

Sportlich viel unterwegs gewesen

Sportlich ist der SCL wortwörtlich viel unterwegs – an der Schlei, am Steinhuder Meer oder Arendsee und natürlich am Heimatsee, dem Dümmer. „Sportlich sind wir zufrieden, allerdings war die letzte Saison vom schlechten Wetter, Kraut im Dümmer und niedriger Wasserstände geprägt.“

Für 25-jährige Mitgliedschaft ehrte der Vorstand Rainer Klingenberg. Der neu gewählte Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Marianne Altvater (Vorsitzende), Rainer Altvater (Kassenwart), Karen Schlüter (zweite Vorsitzende), Antje Siekmann (Schriftwartin), Dirk Henrichs (Stegwart), Morten Häger (Sportwart) zusammen. Der Jugendwartposten blieb vakant. Neue Kassenprüferin ist Jutta Götz.

sbb

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