Sonntag Pfingstregatta

Winddreher, Flautenlöcher und Kraut machen zu schaffen

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An den Wendemarken wurde es bei der P-Boot-Regatta um das Silbersegel und die Niedersachsen-Meisterschaft immer eng. Einige Crews gingen dabei auch baden – und das ist wörtlich zu nehmen. - Foto: Stich

Lembruch/Hüde - Von Reinhold Dufner. Die Regatta um das „Silbersegel“ des Segler-Clubs Dümmer (SCD) in Lembruch in der P-Boot-Klasse wurde eindeutig von den revierkundigen Crews dominiert.

Kein Wunder, ist der Dümmer neben dem Steinhuder Meer und den Seen in und um Berlin und Brandenburg in Deutschland doch eine Hochburg dieses für flache Gewässer konzipierten Schiffes – auch 15-qm-Jollenkreuzer genannt –, das sich seit 90 Jahren großer Beliebtheit sowohl bei Touren- als auch bei Regattaseglern erfreut.

Beim Deutschen Segler-Verband (DSV) sind 1 900 P-Boote registriert. Segler vom Dümmer mischen in dieser Bootsklasse seit Jahrzehnten ganz vorne mit. Zahlreiche deutsche Meistertitel belegen das. Auch bei der Silbersegel-Regatta mit 14 Crews setzten sich die „alten Hasen“ durch. Gesegelt wurden bei Windstärken zwei bis drei vier Wettfahrten.

„Silbersegel“ für Gote/Wolfram

Thomas Gote (Seglervereinigung Hüde) und sein Vorschoter Kai Wolfram (SC Clarholz, Dümmerlohausen) siegten mit vier Punkten. Sie gingen zwei Mal als Erste und einmal als Zweite über die Ziellinie. Der vierte Platz diente als so genannter „Streicher“. Die Crew konnte sich nicht nur über das begehrte „Silbersegel“ freuen, sondern auch noch über die niedersächsische Landesmeisterschaft.

Zwei Punkte mehr hatten Cornels Latsch vom Zwischenahner Segel-Klub, der den Dümmer kennt wie seine Westentasche, und Mathias Jakobtorweihen (Seglervereinigung Hüde). Jens Dannhus (SC Dümmer) und Jörg Rüterhenke (Flensburger Segelclub) wurden mit neun Punkten Dritte. Die Crew befand sich klar auf Siegerkurs. Die vierte und letzte Wettfahrt musste die Entscheidung über das begehrte „Silbersegel“ bringen.

Jens Dannhus: „Wir haben den gesamten Lauf dominiert und waren nach drei Runden immer noch mit einem ordentlichen Vorsprung unterwegs. Auf der Zielkreuz, also dem letzten Teilstück der Regatta, haben wir dann noch vier Boote ziehen lassen müssen. Eigentlich kaum möglich – aber so ist segeln. Winddreher, Flautenlöcher und Kraut haben uns in den letzten zehn von 90 Minuten den Sieg gekostet,“ war der Bootsbaumeister aus Lembruch doch ein wenig enttäuscht. „Wir waren eigentlich die moralischen Sieger,“ tröstete er sich.

Platzierungen der Dümmer-Segler

Die weiteren Platzierungen der Dümmer-Segler: 4. Wolfgang Ruge/Jonas Ronnebaum (SC Clarholz), 5. Bernd und Jens Lücke (SV Hüde), 8. Robert Mayr/Falko Ronnebaum (SC Clarholz), 9. Dr. Ulrich Dahlhoff (SCD)/Daniel Lötzbeyer (Segelclub Prinzensteg, Haltern), 10. Gerd und Eike Lauszus (SCD), 12. Manfred Leckelt (SCD)/Ralf Plath (SC Lohne/Dümmer), 13. Wolfgang und Helene Kruse (SCD), 14. Thomas Bunte (SCD)/Detlef Spitzczok von Brisinski (SCC).

Umsichtiger Wettfahrtleiter war Hendrik Hustert. Eindrucksvolle Bilder von der Regatta hielt Sabine Stich aus Lembruch mit der Kamera fest. Sie sind auch im Internet zu sehen unter https://www.flickr.com/photos/96898500@N04/34573853610/in/photostream/

Der nächste Termin: Alle am Dümmer beheimateten Segler sind am Sonntag, 4. Juni, zur Teilnahme an der traditionellen Pfingstregatta der Wettfahrtgemeinschaft Dümmer (WGD), ausgerichtet von der Seglervereinigung Hüde (SVH), aufgerufen. Diese Veranstaltung ist besonders interessant für diejenigen Segler, die über keine oder nur geringe Erfahrung im Regattasegeln verfügen.

WGD-Vorsitzender Jens Dannhus: „Wer alle Grundregeln kennt und sich umsichtig verhält, ist bei der Dümmer-Pfingstregatta genau richtig.“ Der Club, der die meisten Boote an den Start bringt, bekommt einen Pokal.

Ein weiterer Anreiz zur Teilnahme: Es wird kein Startgeld erhoben. „Wir segeln doch zum Spaß“, so Jens Dannhus.

Geplant sind zwei Wettfahrten. Erster Start ist um 13 Uhr. Die Siegerehrung erfolgt am Abend im Clubhaus der Seglervereinigung Hüde.

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