Wilhelm Buck neuer Bürgermeister in Quernheim / Rat beschließt Haushalt

Schuldenfrei und mit neuem „Chef“ ins Jahr

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Wilhelm Buck (3.v.r.) ist neuer Bürgermeister von Quernheim. Er ist Nachfolger von Matthias Wrampelmeier (r.), dieser wurde im Rahmen der Ratssitzung am Donnerstagabend verabschiedet. Wrampelmeiers Platz im Rat nimmt Volker Abendroth (2.v.l.) ein. Andrea Weidemann ist erste stellvertretende Bürgermeisterin. Dieter Potratz (2.v.r.) ist zweiter Stellvertreter. Sie alle nahmen Glückwünsche von Gemeindedirektor Rüdiger Scheibe (l.) entgegen.

Quernheim - „Kurz, aber sehr prägnant“ – so beschrieb Wilhelm Buck, zum Zeitpunkt des Zitats noch erster stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Quernheim, die Amtszeit von Matthias Wrampelmeier. Einige Minuten später war Buck selbst der neue „Chef“ im Ort.

Der Wechsel an der Gemeindespitze war nötig geworden, da Wrampelmeier sich beruflich verändert hat und nun in Diensten der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ steht. Dort ist er im Bauamt beschäftigt.

Buck sparte nicht mit Lob für seinen Vorgänger: „Du hast eine super 825-Jahr-Feier organisiert. Gäbe es Beinamen für Bürgermeister, wäre deiner sicher ‚der Pflichtbewusste‘“. Mit Blumen und einem Geschenk wurde Wrampelmeier nicht nur aus dem Amt des Bürgermeisters, sondern auch aus dem Gemeinderat verabschiedet. Neu im Rat ist seit Donnerstagabend Volker Abendroth. Erste stellvertretende Bürgermeisterin ist von nun an Andrea Weidemann, zweiter Stellvertreter ist Dieter Potratz. Alle Gewählten des Abends wurden einstimmig, bei jeweils eigener Enthaltung, gewählt.

Wilhelm Buck übernahm, neben den Glückwünschen zur Wahl, auch einen ausgeglichenen Ergebnishaushalt. Den ordentlichen Erträgen von 484000 Euro stehen ordentliche Aufwendungen von 495000 Euro gegenüber. Der sich daraus ergebende Fehlbedarf wird jedoch mit Geld aus der Überschussrücklage vollständig ausgeglichen.

Die Gemeinde rechnet laut Gerd-Dieter Bühning, Leiter des Amts für Finanzwesen, mit 200000 Euro Gewerbesteuern, einem Einkommenssteueranteil von 187100 Euro, 60000 Euro aus der Grundsteuer A und 6100 Euro aus der Grundsteuer B. Auflösungserträge aus Sonderposten bringen der Gemeinde 10500 Euro ein, 12200 Euro werden durch Konzessionsabgaben eingenommen.

Neue Spielgeräte und

Überdachung am Teich

Die Gemeinde muss 419500 Euro an Gewerbesteuer-, Kreis- und Samtgemeindeumlage zahlen – unter dem Strich steht ein Nettobetrag von 39900 Euro. Als weitere Ausgaben stehen Abschreibungen in Höhe von 40200 Euro, Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen schlagen mit 17100 Euro zu Buche. Für Bauleitplanung sind 5000 Euro veranschlagt, der Zuschussbedarf für Gemeindestraßen beträgt 45900 Euro. Bühnings wichtigste Aussage des Abends: „Die Gemeinde Quernheim ist schuldenfrei.“

Im Finanzhaushalt sind 17600 Euro für den Ausbau des Dorfplatzes vorgesehen. Für 5000 Euro sollen eine Rutsche und ein Kletternetz für den Spielplatz erworben werden. 3500 Euro sind für das Wohnungsbauförderungsprogramm des Baugebiets „Im Sande“ eingeplant. Der Zahlungsmittelbestand der Gemeinde belief sich am 1. Januar auf 180700 Euro.

Im Rahmen der Ratssitzung beschloss das Gremium einstimmig die Herstellung einer Überdachung an der Teichanlage „Zum Hulideil“. Die bestehende Pergola sei baufällig. Der neue Unterstand soll wurzelfest abgedichtet werden, durch Dachrinnen und Fallrohre soll das Wasser kontrolliert abfließen. Durch vorhandene Pflanzen soll mittels Bewuchs dasselbe Erscheinungsbild wie vorher erzeugt werden. Die Kosten für die Gesamtmaßnahme werden vom Bauamt mit 18000 Euro angegeben.

mj

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