Deichreinigung

Müll am Dümmer: „So wenig hatten wir noch nie“

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Bei der diesjährigen Deichreinigung kam nur wenig Müll zusammen. Jens Schröder (l.) als Cheforganisator der Aktion führt das unter anderem darauf zurück, dass Spaziergänger und Radfahrer, die den Dümmerdeich benutzen, umweltbewusster geworden sind.

Lembruch/Hüde - Sind die Dümmer-Gäste umweltbewusster geworden? Man könnte es meinen; denn bei der alljährlichen Deichreinigung, zu der die Wettfahrtgemeinschaft Dümmer ihre 15 Clubs am Sonnabend bei schönstem Frühlingswetter aufgerufen hatte, kam kaum Müll zusammen.

„So wenig hatten wir noch nie,“ war auch Cheforganisator Jens Schröder von der Seglervereinigung Hüde überrascht. Einige Flaschen, Dosen, Becher, Papier- und Plastikreste – und das war es auch schon (fast). In den Vorjahren reichte ein Pkw-Anhänger nicht aus. Da kamen Müllberge zusammen. Möglicherweise haben Spaziergänger und Radfahrer ja auch verinnerlicht, dass die vielen Papierkörbe am Deich nicht nur zum Anschauen da sind.

Aber nicht nur Mitglieder der an Niedersachsens zweitgrößtem Binnensee beheimateten Segel- und Surfclubs rückten dem Müll zu Leibe. Zwischen Hüde und Lembruch kam den Sammlern ein älterer Herr entgegen – mit einer Schubkarre, voll beladen mit Unrat. Er ließ die verdutzte Gruppe aus Hüde wissen, dass er alle paar Monate am Deich Müll einsammle. Ganz freiwillig, ganz privat, ohne großes Aufsehen. „Davor kann man nur den Hut ziehen,“ lobte Birgit Köster aus dem Team vom Bielefelder Segelclub das Engagement des Mannes für die Umwelt.

„Im Frühjahr muss alles wieder schön gemacht werden,“ blickte der Vorsitzende der Seglervereinigung Hüde, Uwe Fischer, ebenfalls mit einem Müllbeutel ausgestattet, in dem aber noch viel Platz war, auf „seinen“ Hafen, wo ebenfalls zahlreiche Segler im Einsatz waren, um die Anlage für den bevorstehenden Saisonstart auf Vordermann zu bringen.

Gemeinsamer Abschluss nach Müllsammlung

Nach der Deichreinigung lud die Wettfahrtgemeinschaft Dümmer die Schar der Müllmänner und -frauen aus Hüde, Lembruch und Dümmerlohausen zu einer Stärkung ins Clubhaus des Segler-Clubs Dümmer in Lembruch ein. Neben einer Frühlingssuppe spendierte die Wettfahrtgemeinschaft auch noch ein Getränk. Die Kasse der Gemeinschaft wurde nicht allzu sehr strapaziert – und das wiederum dürfte Kassenwart Jörg Menke vom Seglerclub Clarholz gefreut haben.

Mit der Deichreinigung wollen die Segler und Surfer der Öffentlichkeit klar machen, dass sie nicht nur Benutzer des Dümmers sind, sondern sich auch um den See kümmern. Deshalb steht schon auch jetzt wieder fest: Nächstes Jahr wird erneut gesammelt.

rdu

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