In Weißrussland

Viertklässler aus Lemförde unterstützen Partnerschule

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Alle Viertklässler singen zusammen den Weihnachtsklassiker „Ihr Kinderlein kommet“. Im Zuge ihres Programms wurden 336 Euro eingesammelt, die im kommenden Jahr der Schule in Gomel zur Verfügung gestellt werden.

Lemförde - Gerade zur Weihnachtszeit wird das Wort „Nächstenliebe“ ganz großgeschrieben. Nächstenliebe üben auch seit 23 Jahren die Schüler der Lemförder Grundschule aus, indem sie während ihrer Weihnachtsfeier für die Kinder von Tschernobyl – inzwischen ist es die Partnerschule Nr. 31 in Gomel – singen, spielen und tanzen.

Im rappelvollen Foyer begeisterten jetzt alle Viertklässler das Publikum. Nachdem Marie-Kristin Milchner auf der Trompete Jung und Alt stimmungsvoll eingestimmt hatte, hieß Schulleiterin Beate Gondek die kleinen und großen Besucher willkommen. Ihr besonderer Gruß galt Wilhelm Reessing, Beauftragter für den Kirchenkreis Grafschaft Diepholz, „der uns diese Partnerschaft ermöglicht und pflegt.“ 

Weiter erklärte Gondek: „Das ist heute eine ganz besondere Weihnachtsfeier. Denn jahrelang hat sich unsere Lehrerin Irmhild Köster um diese Feier gekümmert. Leider ist sie im Sommer in den Ruhestand verabschiedet worden. Deshalb haben wir vier Klassenlehrer fleißig gearbeitet, geprobt. Und wir haben Verstärkung von anderen Lehrkräften bekommen, damit wir heute mit all unseren Viertklässlern diese Weihnachtsfeier ganz toll hinkriegen.“

Musikalisches Programm

Mit „Ihr Kinderlein kommet“ eröffneten alle Viertklässler unter der Leitung von Musiklehrerin Sabine Klatte und Gitarristin Miriam Westendorf das Programm. Erfrischend anders präsentierte anschließend die Klasse 4b das altbekannte Lied „Alle Jahre wieder“ – aber als Rap. Die Klasse 4d hatte das Theaterstück „Die Weihnachtskonferenz“ einstudiert. 

Dort versammelten sich Vertreter aus England, Frankreich, Russland, Australien, USA oder Italien. „Dreißig Grad im Schatten“, verkündete der Australier schwitzend bei seiner Ankunft. Und „Väterchen Russland“ fragte ungläubig: „30 Grad im Schatten? Bei uns sind 30 Grad unter null normal.“ Mit seinem russischen Akzent hatte der Viertklässler immer wieder die begeisterte Zuschauerschaft auf seiner Seite. Währenddessen diskutierte die Konferenz Themen wie weiße Weihnachten, wann und wo Weihnachten gefeiert wird oder Traditionen wie das Essen. Und dann tauchte auch noch der Osterhase auf….

„Jack Frost“ auf Englisch brachte ganz cool die Klasse 4a zu Gehör sowie das Lied „Weihnachten ist auch für mich da“. Das Stück „In der Weihnachtsherberge“ trug die Klasse 4c vor. In der Herberge sind alle Tische und Betten belegt, sodass die beiden Kellner alle Hände voll zu tun haben. Eine Frau und ein Mann wollen auch noch ein Zimmer haben – werden aber weggeschickt. Daraufhin erzählt ein Schüler den Kellnern die Weihnachtsgeschichte, wie es sich vor über 2000 Jahren zugetragen hat. Und sie machen sich auf, das Paar mit dem Zimmerwunsch zu suchen….

„Ihr habt eure Sache prima gemacht“, lobte nach den Vorführungen Beate Gondek die Mädchen und Jungen. Danke sagte sie allen Helfern und namentlich Hausmeister Marc Wagner sowie Andrea Hönemann, Anna-Lena Aulbert, Jana Ferreira Lucas, Marie-Kristin Milchner, Sabine Klatte und Miriam Westendorf. Aber auch ihrem Kollegen Mathias Pünter, der in diesem Jahr mit Wilhelm Reessing in Weißrussland war.

Weißrussen brauchen Unterstützung 

„Da habe ich festgestellt, wie wichtig diese Patenschaft für diese Schule ist“, erklärte Pünter, der weiter mit Blick auf die Spenden betonte: „Dort ist es nötig; sie brauchen Unterstützung.“ Wilhelm Reessing, der vor wenigen Tagen vom Schulleiter Andrej Tschernow einen Brief aus Gomel bekommen hatte, verdeutlichte anschließend, wofür die 420 Euro aus dem letzten Jahr ausgegeben wurden. 

Bevor die Weihnachtsfeier mit einem feierlichen Lichtertanz (4b) und dem Lied „O du fröhliche“ ausklang, bat Beate Gondek die Besucher abermals um Spenden. „Es wird gut angelegt. Und so eine Partnerschaft zu Weißrussland ist ganz wichtig und wertvoll.“

In diesem Jahr kamen dann 336 Euro an Spenden zusammen, die Wilhelm Reessing im kommenden Jahr überbringen wird. Da vom 30. Mai bis 27. Juni 2018 wieder Kinder aus Gomel in den Kirchenkreis kommen, sucht er für diese Zeit noch Gasteltern. Diese können sich unter Telefon 05474/911448 melden.

cb

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