„Was man nie vergisst, kann auch nicht verloren gehen“

Gedenkgottesdienst für verstorbene Kinder in Lemförde

Das Vorbereitungsteam, das den Gedenkgottesdienst für alle verstorbenen Kinder vorbereitet: Renate Sträche (v.l.), Jutta Käding, Pastor Fritz-Wilhelm Renzelberg, Werner Käding, Walter Eigenbrodt und Schwester Irmhild Espendiller. Es fehlen Barbara Eigenbrodt, Marion Heggemeier und Erhard Sträche. - Foto: Bechel

Lemförde - Schwere Gefühle, traurige Momente, erschreckende, aber auch kostbare Erinnerungen werden vielleicht wach, wenn sich Alt und Jung am Sonntag, 11. Dezember, 17 Uhr, aufmachen, um am ökumenischen Gedenkgottesdienst für alle verstorbenen Kinder in der katholischen Kirche „Zu den heiligen Engeln“ in Lemförde teilzunehmen.

Eingeladen sind wieder Eltern verstorbener Töchter und Söhne, trauernde Geschwister und Freunde der Verstorbenen, sowie alle Menschen, die an dieser Gedenkfeier teilnehmen möchten. Sie steht diesmal unter dem Thema „Erinnerungen“.

Zum Vorbereitungsteam der neunten Auflage gehören Schwester Irmhild Espendiller, Jutta und Werner Käding, Lembruch, Barbara und Walter Eigenbrodt, Stemwede, Marion Heggemeier, Lemförde, Renate und Erhard Sträche, Hüde. Die Predigt wird Pastor Fritz-Wilhelm Renzelberg halten.

In diesem besinnlichen Gottesdienst werden wieder verschiedene Sprecher sehr gefühlsbetont berichten, wie es ihnen mit ihrer Trauer um eine verlorene Tochter oder einen Sohn ergangen ist.

An diesem besonderen Tag haben alle aber auch die Möglichkeit: „Die Maske, die wir uns zum Teil selber aufsetzen und zum Teil von unseren Mitmenschen aufgesetzt bekommen, abzunehmen“, betont Schwester Irmhild Espendiller, Trauerbegleiterin des Ambulanten Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienstes Lemförde. Jeder könne sich in dieser Stunde Zeit nehmen, um in sich selbst zu horchen. Denn: „Auch wenn es schon länger her ist, dürfen wir traurig sein“, unterstreicht die Trauerbegleiterin.

Während des Gedenkgottesdienstes, der an diesem Tag wieder weltweit stattfindet, werden Kerzen für alle Kinder angezündet. Diese sollen den Besuchern im Gotteshaus zeigen, dass die Kinder in den Gedanken immer da sein werden. „Vielleicht fühlt sich der eine oder andere auch nicht mehr so einsam und verlassen, wenn eine Kerze brennt. Und vielleicht fühlt man sich den Kindern ganz nahe“, weiß Schwester Irmhild aus ihrer jahrelangen Erfahrung. Denn gerade das Licht der Kerzen symbolisiere ihrer Meinung nach Wärme in der Dunkelheit.

Viele würden sagen: Ich habe mein Kind verloren. Aber stimmt das eigentlich? „Verloren haben wir die gemeinsame Zukunft mit ihnen. Die Pläne und Vorstellungen, die wir schon hatten. Was uns bleibt sind die Liebe und die vielen Gedanken an sie. Und was man nie vergisst, kann auch nicht verloren gehen“, zeigt das Vorbereitungsteam auf. Das aber auch aus eigener Betroffenheit weiß: „Gerade an solchen Tagen leben die Kinder in unseren Gedanken weiter.“

Nach dem Gottesdienst besteht bei Tee und Keksen die Möglichkeit zu Gesprächen.  J cb

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