Wachsame Helfer sorgen für Recht und Ordnung auf dem Brockumer Großmarkt

Seit 25 Jahren im Dienst der Sicherheit

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Seit 25 Jahren sind Bernd Grambart und seine Mitstreiter im Bereich der Gewerbeschau und Landmaschinenausstellung auf dem Brockumer Großmarkt für die Sicherheit zuständig. In diesem Jahr kann Grambart jedoch nicht dabei sein.

Brockum - Ausgerechnet im Jubiläumsjahr muss der 54-jährige Bernd Grambart passen. Aus gesundheitlichen Gründen kann er nicht aktiv dabei sein, wenn seine Kollegen in den nächsten Tagen beim Brockumer Großmarkt mit ihrem Wach- und Sicherheitsdienst starten.

25 Jahre hat der frühere Brockumer, ebenso wie einer seiner Mitstreiter der ersten Stunde, während des weithin bekannten Volksfestes eine Woche lang Nacht für Nacht für Sicherheit im Bereich der Gewerbeschau und Landmaschinenausstellung gesorgt.

„In diesem Jahr kann ich nur meine Erfahrung an das Wachteam weitergeben“, bedauert Grambart, dass er diesmal nicht selbst seine Runden drehen kann. „Im nächsten Jahr kann das aber schon wieder ganz anders aussehen“, hofft er auf baldige Genesung. Im Vorfeld des bevorstehenden Wachdienstes hat er lediglich organisatorisch mitgearbeitet und unter anderem die Dienste eingeteilt. „Vor Ort sein werde ich höchstens mal sporadisch, um zu schauen, ob alles läuft“, hat er die Nachtschichten mit seinem Team abgesprochen.

Seinen ersten Dienst verrichtet die Wachmannschaft in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, finale Einsatznacht ist eine Woche später nach dem Viehmarkt. Während des Marktes dauern die Schichten von 20 Uhr bis morgens um 8 Uhr, davor und danach von abends 19 Uhr bis zum anderen Morgen um 8 Uhr. „Zunächst achtet das Team darauf, dass die Aussteller pünktlich das Gelände verlassen, dann werden die Tore geschlossen, die Zelte und Stände überprüft, ob sich dort noch ungebetene Gäste aufhalten, bevor die ganze Nacht kreuz und quer das Gelände bestreift wird“, beschreibt er die wesentlichen Aufgaben der Diensthundeführer. „Vordringliches Ziel ist immer, Diebstähle und Sachbeschädigungen zu verhindern“, betont Grambart.

Das hat meistens geklappt, aber nicht immer: Erst im vergangenen Jahr wurde das Gelände in der Nacht von Samstag auf Sonntag von unbekannten „Dunkelmännern“ heimgesucht. Einer der Täter wurde zwar von einer Streife auf frischer Tat ertappt, konnte aber im letzten Moment über den Zaun entkommen. Das Wachteam ging zunächst davon aus, dass es einen größeren Schaden verhindert hätte, stellte am nächsten Morgen aber fest, dass nicht ein Täter, sondern eine mehrköpfige Bande am Werk gewesen sein musste. „Von einem Ausstellungstand wurden Motorsägen, Freischneider und weitere wertvolle Forst- und Gartengeräte gestohlen“, erinnert sich Grambart. Zudem hatten die Einbrecher den Pavillon aufgebrochen und dort die Kasse mit Wechselgeld sowie Zigaretten mitgehen lassen.

Gesamtbilanz

ist positiv

„Das war unser letzter Einsatz“, stand für Bernd Grambart und seine Kollegen nach der nächtlichen Tat im vergangenen Jahr fest, „obwohl da ganz sicher Profis am Werk gewesen sind.“ Vorwürfe von den Marktverantwortlichen gab es nicht. Ganz im Gegenteil: Bürgermeister Marco Lampe und weitere Mitglieder des Rates appellierten an das in den Jahren zuvor bewährte Wachteam, weiterhin beim Markt für Sicherheit zu sorgen. „Jetzt erst recht!“, motivierte Lampe die Hundeführer – und hatte letztendlich Erfolg. Die Zusammenarbeit wurde verlängert – ohne schriftliche Verträge, dafür per Handschlag und mündlichen Absprachen, „wie sich das in Brockum unter Männern gehört.“

Trotz des spektakulären Vorfalls im vergangenen Jahr, sieht die Gesamtbilanz der Sicherheitsexperten für das zurückliegende Vierteljahrhundert sehr positiv aus. „Seit 1990 hat es durch unsere Unterstützung fast hundert Festnahmen gegeben“, blickt Grambart mit Stolz zurück. „Glück war aber auch dabei, ein paar Mal sind uns die Täter im wahrsten Sinne des Wortes in die Arme gelaufen.“

Besonders gern erinnert sich Grambart an die Anfänge der Sicherheitsdienste während des Marktes. „Damals wurden wir tatkräftig von Aktiven der örtlichen Feuerwehr unterstützt“, ist er bis heute dankbar. „Die Wehrmänner haben nicht nur den nächtlichen Streifendienst mitgemacht, sondern sich damals auch in den Dienst der Ausbildung unserer Hunde gestellt. Das war zwar ungefährlich, doch einige Male sind sie mit völlig durchlöcherten Jacken und Mützen nach Hause gegangen“, schmunzelt er.

Die Arbeit mit Hunden ist für den in Wagenfeld geborenen und heute in Hunteburg wohnenden Bernd Grambart seit annähernd 30 Jahren Hobby und Leidenschaft zugleich. Als Diensthundeführer in der Justizvollzugsanstalt Vechta hat er ebenso mit Hunden zu tun wie im privaten Bereich. Seit fünf Jahren zählt er zu den Stützen des Hundesportvereins Westrup, davor war er in Drohne und zwischendurch für kurze Zeit in Wagenfeld aktiv. Für den bevorstehenden Wach- und Sicherheitsdienst in Brockum wünscht der 54-Jährige seinem Team, dass es jede Nacht zur richtigen Zeit am rechten Ort sein möge, „um Vorfälle wie im vergangenen Jahr schon im Ansatz zunichte zu machen.“

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