Vorbereitungen auf ökumenischen Gedenkgottesdienst für verstorbene Kinder

Licht als Zeichen des Trostes und der Hoffnung

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Sie bereiten den ökumenischen Gedenkgottesdienst für alle verstorbenen Kinder vor: Barbara Eigenbrodt (v.l.), Schwester Irmhild Espendiller, Jutta Käding, Renate Sträche, Werner Käding, Marion Heggemeier und Walter Eigenbrodt; es fehlen Erhard Sträche und Bernard Rönker.

Lemförde - „Kinder, kleine oder heranwachsende, Jugendliche oder schon gestandene Männer und Frauen, sie bleiben Kinder ihrer Eltern und wenn sie vor ihnen aus dem Leben gehen, bleibt die Trauer um sie ein langer, oft ein lebenslanger Begleiter. Gerade in der vorweihnachtlichen Zeit spürt man den Verlust stärker, ist die Sehnsucht nach ihnen intensiver“, weiß Schwester Irmhild Espendiller, Trauerbegleiterin des Ambulanten Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienstes Lemförde, aus ihrer jahrelangen Begleitarbeit.

Deshalb findet auch in diesem Jahr zum achten Mal ein ökumenischer Gedenkgottesdienst für alle verstorbenen Kinder am Sonntag, 13. Dezember, 17 Uhr, in der katholischen Kirche „Zu den heiligen Engeln“ in Lemförde statt. Denn weltweit erfolgen seit vielen Jahren am zweiten Sonntag im Dezember Gedenkgottesdienste für alle verstorbenen Kinder. Eingeladen sind wieder Eltern verstorbener Töchter und Söhne, trauernde Geschwister und Freunde der Verstorbenen, sowie alle Menschen, die an dieser Gedenkfeier teilnehmen möchten, die diesmal unter dem Thema „Sterne“ steht.

Zum Vorbereitungsteam gehören Schwester Irmhild Espendiller, Jutta und Werner Käding, Lembruch, Barbara und Walter Eigenbrodt, Stemwede, Marion Heggemeier, Lemförde, Renate und Erhard Sträche, Hüde, sowie Bernard Rönker, Hunteburg. Die Predigt wird Pastor Marc Weber halten.

Während des Gottesdienstes werden verschiedene Sprecher sehr gefühlsbetont berichten, wie es ihnen mit ihrer Trauer um eine verlorene Tochter oder einen Sohn ergangen ist. „Und erst nach und nach mag die Erinnerung an sie, an ihn, wie ein kleiner Stern aufgegangen sein, der die Dunkelheit der Trauer ein wenig erhellte und der dem Verstorbenen einen neuen Platz für sich – und in Ihrem Leben zuordnete“, sagt Schwester Irmhild.

Denn gerade in der Advents- und Weihnachtszeit wachse in uns die Sehnsucht nach Licht in der dunklen Jahreszeit. Deshalb würden die Kinder auch Sterne basteln und Laternen durch die Dunkelheit tragen. „Licht ist ein Zeichen des Trostes und der Hoffnung auf Leben und Liebe über den Tod hinaus“, betont die Trauerbegleiterin. Als ein Zeichen für tiefe Verbundenheit, liebende Erinnerung und auch als Zeichen für den Glauben, dass alle verstorbenen Kinder wie Sterne in Gottes Hand gut aufgehoben sind, werden die Gottesdienstbesucher im Altarraum vor einem angedeuteten Sternenhimmel Lichter anzünden.

Dazu passen sehr schön die Worte von Antoine de Saint-Exupéry: „Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten die Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Und wenn du dich getröstet hast, wirst du froh sein, mich gekannt zu haben...”, die an diesem Abend zitiert werden. Im Anschluss können alle im Gemeindehaus bei Tee miteinander ins Gespräch kommen, sich gedanklich austauschen.

In Erinnerung an die verstorbenen Kinder werden sicher wieder viele nach der Gedenkfeier zuhause eine brennende Kerze ins Fenster stellen. Während die Kerzen in der einen Zeitzone dann erlöschen, werden sie in der nächsten entzündet, sodass eine Lichter-Welle die ganze Welt umschließt – ein tröstlicher Gedanke.

cb

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