Kinder im Mitmach-Modus

Förderverein lädt den Kasperle nach Lemförde ein

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Gespannt verfolgen die Kinder die Geschichte von Kasper, Gretel, der kranken Großmutter und der Kräuterliese auf der Bühne im DRK-Kindergarten in Lemförde.

Lemförde - Die Figur des Kaspers lebt überliefert seit Ende des 18. Jahrhunderts. Der Kasperl ist auch Namensgeber des Puppenspieles, das sich rund um die Figur entwickelte.

Da war es nicht verwunderlich und dazu noch ein schönes Wortspiel, dass ausgerechnet die erste Vorsitzende des Fördervereins des DRK- Kindergartens Lemförde, Maike Kasper, zum „Kasperletheater“ am Freitagnachmittag einlud.

„Findet Ihr Kasperletheater auch so toll wie wir? Dann besucht uns doch!“ hieß es auf der Einladung für Kindergartenkinder und Geschwisterkinder zum Puppenspiel im großen Foyer. Einige Eltern ließen sich auch nicht abhalten da zu bleiben, denn offensichtlich galt ihre Zuneigung auch dem Symbol des Guten. Denn dafür steht der Kasper, Kasperl, Kasperle oder auch Sepp genannt. Die Figur, die nie ohne Zipfelmütze als Sinnbild für Ehrlichkeit gepaart mit ein wenig Einfalt erscheint.

In der Literatur taucht der Kasper bei Theodor Storm in der Novelle „Pole Poppenspäler“ als komische Figur auf und bei Otfried Preußler geht der Kasperle im Kinderbuch „Der Räuber Hotzenplotz“ als bester Kartoffelschäler der Welt für Zauberer Zwackelmann in die Geschichte ein.

„Na, seid Ihr denn schon alle da?“

Auch in Lemförde hatte die Figur mit der lockeren Frage auf den Lippen: „Na, seid Ihr denn schon alle da?“ nicht an Reiz verloren. Viele kleine Gesichter folgten dem Geschehen auf der Puppenbühne der Bielefelder Puppenspiele. Mit dem Stück „Kasper kocht mit Zaubersalz“ folgten die Kinder ab drei Jahren der Bitte von Maike Kasper. „Heute ist der Kasper zu Besuch, wenn er fragt oder ruft, dann antworten wir auch alle.“

Mit von der Partie im Spiel natürlich Gretel, die mit Kasper und Großmutter zusammenwohnt. Großmutter ist krank und die beiden kochen eine Suppe für sie. Natürlich mit gesundem, frischem Gemüse vom Bauern und mit Salz. Doch die Prise von Kasper war zu groß, Gretel schrumpft beim Abschmecken. Immer wieder treten die Puppen mit den Kindern in den Dialog, fragen nach was zu tun ist und Kulissenarbeiter Eduard schiebt die Szenen fleißig hin und her. Vom Großmutterhaus zum Wald und zurück. So erfahren die Kinder auch etwas von der Arbeit hinter der Bühne. Am Ende, wie soll es anders sein, wird alles gut: Sie finden die Kräuterliese auf der Waldlichtung am Maulwurfshaufen Nummer zehn und erhalten das Gegenmittel gegen „Schrumpferitis“.

Alle gemeinsam singen das Rezept: „Vom Gewürz nur eine Prise, das sagt die Kräuterliese, dann wird die Grete wieder groß, das finden wir famos.“

Gerne hätten die Kinder noch die Großmutter gesehen, aber die lag zur Genesung noch im Bett. Was die Fantasie der Kinder aber sah, war eine Ente, die im blubbernden Kochtopf kochte, das erstaunte auch die Puppenspieler hinter dem blauen Samtvorhang.  

sbb

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