Volksbank-Stiftung überreicht Defibrillator an Lemförder DRK-Bereitschaft / Gerät im Landgasthaus Koch stationiert

Handlicher Lebensretter für Brockum

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Handlicher Lebensretter für Brockum: Die Volksbank Stiftung, vertreten durch Ralf Rehker (3.v.l.) und Gerd-Dieter Bühning (2.v.l.) überreichte dem DRK Lemförde, vertreten durch Stefan Korte (2.v.r.) und Monika Meier-Rüffer einen Defibrillator. Pate des Gerätes wird Martin Koch (3.v.r.); links Andreas von Rekowski, Mitglied des Rates der Gemeinde Brockum.

Lemförde/Brockum - „Wir hatten über 40 Bewerbungen. Die DRK-Bereitschaft Lemförde hat sich sehr gut präsentiert und ist ein Gewinner des Wettbewerbes ‚Herz – sicher! Defi vor Ort‘“, erläuterte Ralf Rehker vom Vorstand der Volksbank Lübbecker Land. Er überreichte jetzt mit Gerd-Dieter Bühning, Mitglied des Kuratoriums der Volksbank-Stiftung einen Defibrillator, kurz Defi genannt, an Stefan Korte, Leiter der Lemförder DRK-Bereitschaft, und Monika Meier-Rüffer, Vorsitzende des DRK Ortsvereins „Altes Amt Lemförde“ sowie im Beisein von Andreas von Rekowski, Mitglied des Rates der Gemeinde Brockum, und Martin Koch vom Landgasthaus Koch in Brockum.

Im Landgasthaus Koch ist der Defi für den Fall der Fälle, wie beispielsweise zum Brockumer Großmarkt, aber auch für alle Bewohner Brockums stationiert. Doch von Anfang an: Die Volksbank-Stiftung „Von Menschen für Menschen unserer Region“ hatte 2014 einen Stiftungswettbewerb ausgeschrieben und Vereine, Dorfgemeinschaften oder Initiativen eingeladen, sich daran zu beteiligen. Gesucht wurden möglichst gute Ideen für mehr Herzsicherheit vor Ort, Ideen, wie ein neuer Defi den Menschen, die dort leben, bekanntgemacht wird und wie sie das richtige Verhalten im Herznotfall lernen und Hemmschwellen abbauen. Die besten Ansätze wurden mit je einem Defibrillator belohnt, sodass das Gesamtengagement der Volksbank-Stiftung bei rund 40000 Euro liegt.

„Wir wissen von Brockum, dass in der Rettungskette die Entfernungen kritisch sind“, erklärte Rehker bei der Übergabe. Das sei auch ein Kriterium im Kuratorium gewesen, sodass ziemlich schnell klar gewesen sei, „dass Brockum auch mit Gewinner ist“, so der Volksbank-Vertreter. Zudem gebe es Gerätepaten; in diesem Fall werde die Patenschaft Martin Koch gemeinsam mit der DRK-Bereitschaft übernehmen. „Sie müssen darauf achten, dass das Gerät funktionstüchtig ist. Die Wartungskosten über acht Jahre trägt die Stiftung“, veranschaulichte Rehker.

„Wir werden den Vereinen und den Ratsmitgliedern in Brockum die Gelegenheit geben, an einer Schulung teilzunehmen, obwohl solch eine eigentlich nicht notwendig ist“, signalisierte Stefan Korte, der damit den Menschen vor Ort die Angst nehmen möchte, das Gerät zu benutzen.

Um den Defi gleich bekannt zu machen, nutzten DRK und Volksbank-Stiftungsvertreter den Backtag des Heimatvereins Brockum, indem Andreas von Rekowski Stefan Korte einige Fragen stellte. „Was ist das für ein tolles Gerät?“ „Das ist ein automatischer externer Defibrillator, ein schwieriges Wort. Deshalb sagt man einfach „AED“ dazu. Ein Gerät, das dafür sorgt, dass beim Herzstillstand das Herz durch Elektroströme wieder angeregt wird“, antwortete Korte. „Woran erkenne ich denn, dass ich solch ein Gerät brauche?“, fragte das Ratsmitglied weiter. Korte: „Sie selber werden es nicht mehr merken (großes Gelächter), aber ihre Angehörigen, weil Sie plötzlich vom Stuhl fallen und keinen Herzschlag und keine Atmung mehr haben.“

Wichtig zu hören war, dass man das Gerät im Landgasthaus Koch rund um die Uhr bekommt. Oder: „Wie verwende ich den Defi?“ „Man schaltet das Gerät einfach ein und es ist sprachgeführt. Man wird also durch eine Stimme weitergeleitet“, so Korte. Auch Kosten entstehen dem Benutzer nicht, also: „Anwenden!“, der nachdrückliche Tipp von Andreas von Rekowski.

cb

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