Viele Bausteine greifen ineinander

Mit Spielaktionen „Gewaltprävention“ an der Lemförder Grundschule trainiert

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Mit Spielaktionen lernten die Drittklässler was es heißt, ein starkes Team zu sein.

Lemförde - „Das Projekt zur Gewaltprävention läuft jetzt im dritten Jahr. Uns ist es wichtig, dass eine gewisse Nachhaltigkeit erreicht wird“, betont Beate Gondek, Schulleiterin der Grundschule Lemförde. Erneut konnte sie jetzt Damaris Freischlad vom Institut für Gewaltprävention, Selbstbehauptung und Konflikttraining (IGSK) als Referentin begrüßen.

Vor drei Jahren startete das Präventionsprojekt zu den Themen „Gewalt, Mobbing, Teamentwicklung“. Vorausgegangen war abermals im Mai ein Projekttag für die Zweitklässler. Jetzt folgte ein Nachholtag für die jetzigen Drittklässler im Umfang von drei Schulstunden. „So wird das Ganze aufgefrischt und festgehalten, was im Mai erarbeitet wurde“, erläutert Gondek.

Aber auch der Förderverein Treffpunkt Grundschule Lemförde begleitet kontinuierlich das Projekt. „Wir konnten die letzten Jahre immer Sponsoren gewinnen“, erklärte Nicole Kanning vom Förderverein, die sich besonders freute, dass Heike Hannker vom Hannker Dentallabor Hüde als Sponsorin vor Ort weilte. Weiter ergänzte sie: „So konnten wir das Projekt weiterführen, weil wir der festen Überzeugung sind, dass es etwas bringt. Dass wir die Belange der Kinder wahrnehmen – sowohl derjenigen, die Opfer sind, als auch derjenigen, die lernen können, wie man sich zu verhalten hat.“

Das Piratenspiel

Die Trainingseinheit fand wieder in der Lemförder Turnhalle statt. Gerade verdeutlicht Damaris Freischlad den Kindern das Piratenspiel per Reifen. Dazu fordert sie die Drittklässler auf: „Mit beiden Händen müsst ihr die Reifen festhalten. Das ist jetzt kein Reifen mehr, sondern es sind Boote. Wir sind alle Kapitäne, schwimmen durch den Ozean.“ Das Problem sei: „Wenn man auf dem Ozean unterwegs ist, gibt es noch ein paar andere ‚Fieslinge‘ auf dem Meer; die nennen sich Piraten.“ „Ja“, erklang es freudig von den Mädchen und Jungen, die natürlich gleich alle gerne Piraten gewesen wären. Aber: „Die wollen Schiffe versenken.“ Schon erklärte die Referentin den Schülern, wie das vonstattengehe.

Maximal vier Kinder sollten sich am Ende auf einem ‚Boot‘ befinden. Zwei waren als Piraten unterwegs, die per Kanonenkugel (Ball) versuchten, das Schiff zu versenken. Trafen sie, so ging das Schiff unter – und man wechselte ins nächste Boot, da man das eigene ja verloren hatte.

Und: „Sobald eine Rettungsaktion startet, darf kein Pirat kommen“, unterstrich die Trainerin.“

Baustein zur Gewaltprävention

„Es geht um das Thema ‚Team‘. Also wie die Klassengemeinschaft so zusammenhalten kann, dass sich jeder wohlfühlt, dass man aufeinander achtet, Rücksicht nimmt, fair ist. Das trainieren wir in Spielaktionen, damit die Schüler durch das Erleben das im Alltag besser umsetzen können“, stellte Damaris Freischlad dar.

Finanziert wurde das Projekt durch Elternbeiträge, durch den Hüder Sponsor und dem Förderverein. „Es ist nur ein Baustein zur ‚Gewaltprävention‘.

Wir sind auch dankbar, dass wir mit Martina Feldmann jetzt eine Schulsozialarbeiterin haben“, akzentuiert Beate Gondek, die darauf hinweist: „Wir haben viele Bausteine, die ineinandergreifen. Jeder Lehrer arbeitet in seiner Klasse am Sozialverhalten. Ich denke, wir haben eine sehr gute Schulordnung mit einem Konsequenzen-Katalog; da achten wir sehr darauf, dass das eingehalten wird. Aber das können wir nur gemeinsam tun – Lehrer, Eltern und der Förderverein.“

cb

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