Vermarktungsstart im Frühjahr

Erschließungsstraße für Baugebiet „Im Dorfe III“ in Brockum soll im Herbst fertig sein

Im Baugebiet „Im Dorfe III“ in Brockum entstehen 18 Baugrundstücke. Gebaut werden kann dort nach der für den kommenden Herbst vorgesehenen Fertigstellung der Erschließungsstraße.
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Im Baugebiet „Im Dorfe III“ in Brockum entstehen 18 Baugrundstücke. Gebaut werden kann dort nach der für den kommenden Herbst vorgesehenen Fertigstellung der Erschließungsstraße.

Die Vermarktung für das Baugebiet „Im Dorfe III“ in Brockum soll voraussichtlich im Frühjahr starten, die Fertigstellung der Erschließungsstraße ist für Herbst geplant. Danach könne die Grundstücke bebaut werden.

Brockum – Knapp ein Jahr wird es voraussichtlich noch dauern, bevor im neuen Baugebiet „Im Dorfe III“ in Brockum die ersten Häuser errichtet werden können. Der Gemeinderat hat die Verwaltung in seiner Sitzung am Mittwochabend beauftragt, das Vergabeverfahren für den Bau der Erschließungsstraße zu starten. Ihre Fertigstellung ist für den kommenden Herbst geplant. Es sei schwierig, Tiefbaufirmen zu bekommen, sie seien nach wie vor ausgelastet, erläuterte Matthias Wrampelmeier vom Bauamt zum anvisierten Zeitplan.

Erschließung des Baugebiets „Im Dorfe III“ kostet rund 831000 Euro

Die Gesamtkosten für Erschließung und Endausbau schätzt das Vechtaer Ingenieurbüro Frilling + Rolfs auf 751000 Euro (davon 405000 Euro für den Endausbau). Hinzu kommen etwa 60 000 Euro für die Herstellung der Wasserversorgungsanlagen und 20 000 Euro für die Freianlagen. Insgesamt wird die Gemeinde Brockum also rund 831 000 Euro investieren, von denen 426 000 Euro im Haushaltsplan 2021 zu Buche schlagen.

Über die Details der Verkehrsanlagen informierte Diplom-Ingenieur Heinz Josef Überwasser. Vorgesehen sind eine Planstraße A als Zufahrt zum Baugebiet von der Kämper Straße, eine Planstraße B mit Wendehammer und ein Stichweg A1 mit einer zehn Meter breiten Trompete sowie eine Fuß- und Radwegeverbindung zum bestehenden Baugebiet. Die Entwässerung der Verkehrsanlagen erfolgt über einen Kanal, der in Versickerungsmulden und eine Rigolenanlage mündet. Das Oberflächenwasser auf den Grundstücken soll ausschließlich über Versickerung abgeführt werden.

Vermarktung

Die Vermarktung der 18 Grundstücke wird laut Gemeindedirektor Rüdiger Scheibe voraussichtlich im Frühjahr starten, nachdem das Ausschreibungsergebnis für die Erschließungsarbeiten vorliegt und die konkreten Kosten ermittelt sind. Bürgermeister Marco Lampe nannte auf Nachfrage eines Zuhörers 60 Euro als „ganz grobe Richtung“ für den Quadratmeterpreis, wollte sich aber ausdrücklich nicht darauf festnageln lassen.

An den Planstraßen A und B, denen der Rat die Namen „Bockauer Weg“ und „Auf dem Kämpen“ gegeben hat, sind mehrere Parkbuchten und Pflanzinseln vorgesehen, die laut Überwasser so platziert sind, dass Müllabfuhr und ähnliche Fahrzeuge problemlos passieren können. Im Endausbau werden die Straßen analog zum angrenzenden Baugebiet „Im Dorfe II“ mit grauen Pflastersteinen hergestellt, die Stellflächen bekommen ein Rasenfugenpflaster.

Kritik an langem Planverfahren für Baugebiet „Im Dorfe III“

Ein Zuhörer äußerte sein Unverständnis darüber, dass es vom Kauf der Fläche durch die Gemeinde im Jahr 2016 bis zur geplanten Fertigstellung der Baustraße und einem damit möglichen Baubeginn auf den Grundstücken fünf Jahre dauert. Auch der Rat sei mit der langsamen Entwicklung nicht zufrieden, entgegnete Bürgermeister Marco Lampe, der die Verwaltung in vergangenen Ratssitzungen immer mal wieder auf die Ungeduld der Brockumer aufmerksam gemacht hatte. „Aber wir leben in einer Samtgemeinde, in der viele Bebauungspläne in Bearbeitung sind. Und die Kapazitäten des Bauamts sind begrenzt.“

Darüber hinaus bräuchten Planverfahren ihre Zeit, ergänzte Gemeindedirektor Rüdiger Scheibe. Ein Bebauungsplanverfahren benötige in der Regel eineinhalb bis zwei Jahre, die anschließende Bauausführung inklusive Ausschreibung bis zu einem Jahr. „Es geht der Reihe nach, keine Gemeinde wird bevorzugt oder benachteiligt“, versicherte er, dass sich die Verwaltung um alle Mitgliedsgemeinden gleich intensiv kümmert.

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