Müllsammelaktion in der Samtgemeinde Lemförde

Verkehrsschild, Flachmänner, Fleischreste

„Hüde putzt sich raus“ brachte mehr als 40 Helfer auf die Beine. Hinterher gab es Erbsensuppe. Foto: Brauns-Bömermann
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„Hüde putzt sich raus“ brachte mehr als 40 Helfer auf die Beine. Hinterher gab es Erbsensuppe. 

Stemshorn / Lembruch / Hüde - Von Simone Brauns-bömermann. Es gibt den schönen Spruch: „Auf die Bäume ihr Affen, der Wald wird gefegt“. In der gesamten Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ hieß ein Stichwort am Freitag und Samstag: Abfall-Sammelaktion.

In Stemshorn trafen sich dazu bereits am Freitagabend die Jagdgenossenschaft Stemshorn in Kooperation mit den Schützen, Feuerwehrleuten und Mitgliedern des Gemeinderates, um in Gruppen aufgeteilt kollektiv Müll im Ort und an den Straßenrändern zu sammeln. Zwei bis drei Stunden waren dazu angesetzt, es ging in Gruppen zu fünft durch den Ort, bis zum Stemweder Berg Parkplatz und Richtung Schäferhof. „Wir haben den Freitag gewählt, weil wir nach der Sammelaktion noch nett beisammensitzen können“, ergänzt Friedrich Steinbrecher. Ekelig für die Sammler war ein Fund besonders: In der Nähe des Bahnhofes fanden sie vergammelte Fleisch- und Geflügelreste in der Menge von geschätzt 15 Kilogramm. Das sei ein Fund, dem man auch offiziell nachgehen könne.

Werner Voltermann hatte am Ende der Aktion die frischen Bratwürstchen gegrillt und die Teilnehmer der Müllaktion blieben gerne noch zum Klönen beim Feuerwehrgerätehaus.

Mehr als 30 Teilnehmer zählte das Feld der Freiwilligen und die Beteiligung sei immer rege mit Tendenz steigend. Traktoren mit Anhänger, Pritschenwagen und Pkw-Anhänger standen zur Verfügung.

In Lembruch war die Teilnehmerzahl überschaubar: Ein paar Freiwillige, darunter Heiner Enker aus Damme von der Wettfahrgemeinschaft Dümmer (hier SCD), Bürgermeisterin Margarete Schlick und Jörg Böse vom Heimat- und Verschönerungsverein Lembruch suchten Deich und Strand nach Müll ab. „Es gibt erstaunlich wenig Müll am See“ kommentierte Enker. In Lembruch ist die Müllsammelaktion Tradition, „dieses Mal wäre von der Beteiligung aber echt noch Luft nach oben gewesen“, ergänzt Böse ein wenig enttäuscht. Wenigstens war die Beteiligung beim kurz zuvor gereinigten Entenfang am Dümmer-Museum wesentlich besser. Die Lembrucher Sammler waren am Mittag zum gemeinsamen Erbsensuppen-Essen nach Hüde ins Dorfhaus eingeladen.

Hüde hatte seine Aktion „Hüde putzt sich raus“ generalstabmäßig geplant, viel Werbung für die Aktion gemacht und rund 40 Helfer traten an. Mit Unimog, Traktor, Pkw-Anhängern. Hand in Hand mit der Wettfahrgemeinschaft Dümmer (hier SVH), dem Heimat- und Verschönerungsverein Hüde und dem Hüder Dorfverein unter der Federführung von Uwe Pomplun (Beirat Hüder Dorfverein) traten die Helfer an. Die Gruppen putzten Hinweisschilder, sammelten Kleinstmüll und sperrigen Abfall, der in der Landschaft lag, darunter waren Fahrräder, Rasenmäher, Reifen, ein Verkehrsschild, viele Flaschen, Autofelgen und Mülleimer.

„Die Hundekotbeutel sind ein echtes Problem“ so Pomplun. Denn einige Menschen verstünden einfach den Sinn nicht. Sie nehmen zwar die Hinterlassenschaft auf, werfen dann aber die Plastiktüte in die Landschaft statt in den Mülleimer. Aufgeteilt in Gruppen suchten die Hüder im Ortskern und am Deich bis zur Hohen Sieben, an der Bundesstraße 51 in Sandbrink, in den Dorfrandgebieten Hasslinge, Hüder Fladder, im Bruch und in Burlage. Zu Mittag hatten die Hände, Pieker, Zangen endlich Pause, viele Müllsäcke waren nach drei Stunden gefüllt. „Wir bringen den Müll zum Bauhof nach Lemförde, dort steht zentral eine Mulde von der Abfallwirtschaftsgesellschaft Bassum bereit“, so Bruno Matzke vom Dorfverein.

Als positives Beispiel fielen die recyclebaren Schälchen für die Erbsensuppe, von Anne Stolpe vom Inselcafé für den Dorfverein gekocht, auf.

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