„Verhandlungen werden spannend“

Kommunalpolitiker der Samtgemeinde Lemförde bewerten Ergebnisse

Heiner Richmann (SPD).

Lemförde/Rehden/Wagenfeld- „Wir von der FDP sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis für die Samtgemeinde ,Altes Amt Lemförde’. 9,1 Prozent bei den Erststimmen und 13,83 Prozent bei den Zweitstimmen sind super.“

Dieses Fazit zog gestern Abend Stefanie Budke-Stambusch von den Lemförder Liberalen. „Sorgen machen mir allerdings die 6,89 Prozent für die AfD, obwohl sie hier vor Ort nicht vertreten sind“, fügte sie hinzu. Für ihre Partei habe es sich ausgezahlt, dass sie einen modernen Wahlkampf mit anderen Akzenten geführt habe. Dies sei bei den Jungwählern gut angekommen.

Auf Bundesebene werde es jetzt spannend. „Ich habe großen Respekt vor der SPD, die die Absicht geäußert hat, sich in der Opposition für die Zukunft neu ausrichten zu wollen.“ Was die Koalitionsverhandlungen in Richtung „Jamaika“ anbetreffe, müsse sich die CDU/CSU bewegen. „Die FDP wird ein harter Verhandlungspartner“, zeigte sich Budke-Stambusch überzeugt. „Es werden sich alle bewegen müssen, um Kompromisse zu finden. Das Schlimmste wären Neuwahlen, denn das würde meines Erachtens weiter die AfD stärken“, sagte die Politikerin.

Heino Mackenstedt (CDU).

„Die 41 Prozent für die CDU auf Ebene der Samtgemeinde Rehden sprechen dafür, dass wir keine schlechte Arbeit geleistet haben und sind eine deutliche Unterstützung für Axel Knoerig“, resümierte Rehdens CDU-Vorsitzender Heino Mackenstedt. Die SPD liege mit ihren knapp 27 Prozent doch deutlich dahinter. Es sei seiner Partei gelungen, diejenigen rechts und links von ihr auf Samtgemeindeebene auf Distanz zu halten.

Auf Bundesebene sei es Ziel gewesen, weiterhin den Kanzler beziehungsweise die Kanzlerin zu stellen. „Es ist unglücklich, dass die AfD Platz 3 einnimmt. Aber es ist ein demokratisches Ergebnis, das es zu respektieren gilt“, sagte Mackenstedt. Da SPD-Vorsitzender Martin Schulz angedeutet habe, in die Opposition gehen zu wollen, erwarte er „interessante Koalitionsverhandlungen“ zwischen CDU/CSU, FDP und den Grünen bezüglich „Jamaika“.

Stefanie Budke-Stambusch (FDP).

„Was an Hochrechnungen bislang vorliegt, deutet sich eine Klatsche für die Große Koalition in Berlin an“, so die Bilanz von Heiner Richmann, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins „Altes Amt Lemförde“ gegen 19.30 Uhr gestern Abend. „Ich finde es richtig, dass Vorsitzender Martin Schulz angedeutet hat, in die Opposition gehen zu wollen, um die Partei wieder aufzubauen. „Die Große Koalition hat uns nicht gut getan. Es ist nicht deutlich geworden, was wir an Leistungen eingebracht haben“, sagte Richmann. J hwb

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