Verantwortliche für den Vergnügungsmarkt in Brockum messen die Stellplätze aus

Markierungspunkte werden in Boden gerammt

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Jährlich wiederkehrendes Ritual für den Brockumer „Vergnügungsausschuss“: Freddy Lübker, Marktmeisterin Nicole Thrien, Manfred Lübker und Daniel Steiner (von links) haben damit begonnen, die Standflächen zu markieren.

Brockum - Die vielen Anrufe, die derzeit bei Nicole Thrien eingehen, drehen sich ausnahmslos um die inzwischen 457. Auflage des Brockumer Großmarktes vom 31. Oktober bis 3. November. Nicole Thrien bekleidet im zweiten Jahr das Amt der Marktmeisterin. Deswegen geht es bei den täglichen Telefonaten insbesondere um freie Standplätze. Zumeist vertröstet die engagierte Ratsfrau die Anrufer – freundlich, aber bestimmt: „Versuchen Sie es im kommenden Jahr erneut, für 2015 sind wir schon lange rappelvoll.“ Das ist leicht nachvollziehbar, denn auch in diesem Jahr waren während der festgelegten Frist bis Ende März weit mehr Bewerbungen eingegangen als Plätze zur Verfügung stehen. „Wenn wir alle Wünsche berücksichtigen würden, dann könnten wir drei Märkte beschicken“, denkt die Marktmeisterin an die zurückliegende Sichtung der Bewerbungen zurück.

„Offensichtlich hat sich unter den Schaustellern herumgesprochen, dass bei den Besuchern in Brockum der Euro noch etwas lockerer sitzt als anderswo“, begründet Nicole Thrien den erneuten Run auf Aufbaumöglichkeiten. „Hinzu kommt, dass drei der vier Markttage am Monatsanfang und nicht am Monatsende liegen.“

Je näher der Termin für das viertägige Volksfest am Fuße des Stemweder Berges rückt, je mehr nimmt der ehrenamtliche Einsatz für Nicole Thrien zu. Und dabei beschränkt sich die Arbeit nicht nur auf abendliche Telefonate und die Beantwortung von Anfragen am Wochenende. Gemeinsam mit den Ratsmitgliedern Manfred Lübker, Daniel Steiner und Freddy Lübker hat die Marktmeisterin auf dem mehr als 70000 Quadratmeter großen Feier-Areal damit begonnen, ein jährlich wiederkehrendes Ritual in Angriff zu nehmen: Das für den Vergnügungsmarkt verantwortliche Quartett ist derzeit dabei, die Standflächen für die annähernd 400 Beschicker des Kram- und Vergnügungsmarktes auszumessen und abzustecken.

Ein Teil der knapp 500 weißen Markierungspunkte befindet sich bereits in der Erde. „An den nächsten Wochenenden machen wir weiter“, kündigen die vier Mitglieder des Vergnügungsausschusses an.

„Ein geiles Gefühl, dass es wieder losgeht“, freute sich Daniel Steiner beim Auftakt-Treffen in der Marktleitung. Wenig später bewaffnete er sich mit Hammer, Nägeln und Maßband, um mit Unterstützung seiner Mitstreiter nach den beantragten Größenangaben der Schausteller die ersten Plätze zu markieren. „Zuerst stecken wir die kleineren Standflächen ab, dann folgen die Plätze für die großen Fahr- und Vergnügungsgeschäfte“, beschreibt das Quartett seine vorbereitende Arbeit.

Für den Bereich „Vergnügungen“ erwarten die Brockumer Marktmacher erneut ein paar neue Fahr- und Vergnügungsgeschäfte, die bei den Besuchern vier Tage lang für Nervenkitzel sorgen werden. Das Hochrundfahrgeschäft „Kick Down“ beispielsweise oder das Laufgeschäft „Psychodelic“, in dem sich Jung und Alt auf eine Zeitreise in die wilden 70er Jahre entführen lassen können, der „Super Hopser“ und die „Petersburger Schlittenfahrt“. Das schon weithin sichtbare Wahrzeichen des Marktes aber ist und bleibt das fast 50 Meter hohe Riesenrad „Around the World“ der Familie Cornelius.

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