„Müll geht uns alle an“

Umweltputz in Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“

Die Müllsammler in Hüde verteilten sich in alle vier Himmelsrichtungen und kamen mit ihrer „Beute“ zum Dorfplatz.
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Die Müllsammler in Hüde verteilten sich in alle vier Himmelsrichtungen und kamen mit ihrer „Beute“ zum Dorfplatz.

Lemförde/Hüde – Samstagmittag war er randvoll, der Container der AWG Bassum am Bauhof in Lemförde. Dorthinein konnten alle Gemeinden, die einen Umweltputz geplant hatten, ihre gesammelten Abfälle aus der Landschaft bringen.

Und wie jedes Jahr war das Staunen wieder groß, was Menschen vom Rande des Stemweder Berges bis nach Lembruch so alles achtlos oder bewusst in Gräben, am Straßenrand oder in einer uneinsichtigen Ecke der Gemeinde entsorgt wurde: Auto- und Lkw-Reifen, Klappstühle, Hausmüll, Glas, Altöl, Holz, ganze Maschendrahtgebinde oder Weihnachtsgirlanden aus Kunststoff.

In Hüde hatte der Hüder Dorfverein seine Bürger zu einem Umweltspaziergang mit Mülltüte und Greifern eingeladen. Am Ende waren es rund 30 Personen, die Müll aus allen Himmelsrichtungen auf den Dorfplatz brachten. Das Teilnehmerfeld war bunt gemischt: vom Senior bis zu jungen Familien, junge Erwachsene und Wochenendhausbesitzer. „Was mir besonders auffiel, waren die unzähligen Plastikpartikel, die schon im Feldrand eingearbeitet waren“, kommentierte Anselm Höfelmeier seinen Spaziergang.

Uwe Pomplun hatte bereits ein ganzes Jahr lang in der Gemeinde gesammelt: Das größte Stück war ein Lkw-Reifen. Auf dem Deich und Richtung Ochsenmoor fielen die vielen Sektflaschen, Mund-Nase-Bedeckungen und Bierdosen auf.

Dr. Frank Prissok von den Lemförder Berginteressenten leerte aus dem Anhänger in den Container in Lemförde Autoreifen und Wellasbest-Platten. „Die lagen oben am Waldsaum. Es ist unglaublich, was Menschen so entsorgen.“

Beim Bauhof in Lemförde lieferten Uwe Pomplun (von links), Dr. Jörg Bömermann und Dr. Frank Prissok ihren gefundenen Müll ab.

Heiko Schwacke aus Hagewede brachte Kanister mit Altöl, die die Sammler am Straßenrand gefunden hatten. „Beschriftet und einfach irgendwo hingestellt“, kommentierte er mit Sorgenfalten auf der Stirn.

In Hüde reinigten Mitglieder des Heimat- und Verschönerungsvereins gleichzeitig Hinweisschilder. „Wie viele unsinnig in die Landschaft geworfene Hundekot-Beutel ich in der ,Hohen Sieben‘ fand, ist schier unglaublich“, fand Jochen Selbach. Und erklärte nochmal: „Die Hinterlassenschaften einsammeln und in den nächsten Mülleimer werfen.“ Sonst mache das mit den Plastiktüten alles keinen Sinn.

Günter Droste spendierte für die durchgefrorenen Umweltspaziergänger Bratwurst im Brötchen „auf die Hand“. „Müll geht uns alle an“, waren sich die Sammler abschließend einig.

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