Beringung ermöglicht Identifizierung des Langstreckenfliegers

Uferschnepfe vom Dümmer in Marokko gesichtet

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Die Beringung macht es deutlich: Diese Uferschnepfe (rechts) ist 2015 am Dümmer geschlüpft.

Hüde - Freudige Nachricht für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LIFE-Projekts Wiesenvögel: Eine 2015 am Dümmer geschlüpfte Uferschnepfe wurde im Januar in Marokko gesichtet.

Dies geht aus einer Pressemeldung des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) hervor. Die Farbberingung des Tieres fiel dem marokkanischen Ornithologen Said Azaouaghe auf und er meldete seine Beobachtung per E-Mail an den Verteiler der „International Water Study Group“. Diese Organisation gab die Meldung an die Beringer der Naturschutzstation Dümmer des NLWKN weiter, die mit Hilfe eines Fotos die Uferschnepfe eindeutig identifizieren konnten.

Die ersten Uferschnepfen sind schon zurück in der Dümmerniederung

„Als Langstreckenzieher fliegen Uferschnepfen mehrere tausend Kilometer bis nach Westafrika, um dort zwischen Juli und Januar zu überwintern. Dort finden sie genügend pflanzliche oder tierische Nahrung, die zu dieser Zeit im Norden fehlt. Auf ihrem Frühjahrszug machen die Vögel dann in Portugal, Spanien oder Marokko Rast“, berichtet Christiane Hinck vom NLWKN. An einem dieser Rastplätze wurde die Uferschnepfe vom Dümmer nunmehr gesichtet.

Zusammen mit der Sichtungsmeldung trafen Anfang März auch die ersten Uferschnepfen wieder in der Dümmerniederung ein. „In den kommenden Wochen, in denen sie noch versammelt als Trupp an bestimmten Gewässern stehen, werden wir systematische Farbablesungen durchführen“, erklärt Johannes Melter vom Büro Bio-Consult. „Diese Farbring-Ablesungen informieren uns über die überregionalen Wanderwege und auch über die Zusammensetzung der lokalen Population am Dümmer. Ein Großteil der Tiere kehrt in seine Heimat zurück.“

Flüggewerden gelingt nur einem Bruchteil der Küken

Da das Flüggewerden nur einem Bruchteil der Küken gelingt, Uferschnepfen ein Alter von über 30 Jahren erreichen können und der Zug in die Winterquartiere viele Gefahren wie Abschuss oder Verlust durch Beutegreifer birgt, ist die Rückkehr jedes einzelnen Tieres im Frühjahr ein kleiner Erfolg für alle Beteiligten.

Farbablesungen können gern direkt an info@bio-consult-os.de. geschickt werden.

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