Übung: Kreisfeuerwehrbereitschaft mit Menschenrettung und Brandbekämpfung konfrontiert

„Gesteckte Ziele wurden erreicht“

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Ein kollabierter Atemschutzgeräteträger musste von einem hoch gelegenen Kornboden gerettet werden.

Wagenfeld - Auf dem Gelände der „RWG Groß Lessen Diepolz“ (Landhandel Langhorst) in Wagenfeld ereignete sich am Mittwoch gegen 19.30 Uhr eine Verpuffung in der Getreidemühle mit zwei vermissten Personen, außerdem trat ein unbekannter Gefahrstoff aus einem durch Trümmerteile beschädigten Tank aus.

Mit dieser Übungslage wurden der Zweite und Dritte Zug der 3. Kreisfeuerwehrbereitschaft konfrontiert. Aufgrund des nachfolgend ausgebrochenen Brandes mussten dicht an der Mühle stehende Getreidesilos geschützt werden. Für die Einsatzleiter Andreas Lösking (Zugführer 2. Zug) sowie Florian Hümmling (stellvertretender Zugführer 3. Zug) verschärfte sich die Einsatzlage durch den Umstand, dass nur eine Löschwasser Entnahmestelle zur Verfügung stand und ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet werden musste. Parallel zur Brandbekämpfung wurde umgehend mit der Menschenrettung begonnen.

Die verletzen Personen konnten zwar zügig gefunden werden, aber während der aufwendigen Rettung – so die Übungslage – kollabierte ein Atemschutzgeräteträger, der von einem hoch gelegenen Kornboden ebenfalls schnell gerettet werden konnte.

Im Bereich eines Außensilos wurde der zweite Einsatzabschnitt gebildet. Hier galt es den Gefahrstoff schnell zu identifizieren. Über eine Gefahrstoffdatenbank wurde festgestellt, dass es sich um Ammoniak handelt, welches aus einem Tank entwich. Ein Trupp mit Chemiekalien-Schutzanzügen schlug zunächst die Ammoniak Wolke nieder und begann mit der Abdichtung der Leckage.

Gegen 21 Uhr endete die Übung für die mehr als 65 Einsatzkräfte, die mit 20 Fahrzeugen teilgenommen haben. Bereitschaftsführer Rolf Gatzemeier (Ortsfeuerwehr Diepholz) zeigte sich mit dem Übungsverlauf sehr zufrieden.

„Die Ziele, eine schnelle und erfolgreiche Menschenrettung sowie Brandbekämpfung durchzuführen wurden erreicht, und die beiden neuen Zugführer beziehungsweise Stellvertreter Lösking und Hümmling haben ihren ,ersten Einsatz‘ sehr gut abgearbeitet“, resümierte so Rolf Gatzemeier während der Abschlussbesprechung im Feuerwehrhaus Wagenfeld. Der Versorgungszug der Kreisfeuerwehr hatte hier noch für einen kräftigen Imbiss gesorgt.

Die drei Kreisfeuerwehrbereitschaften des Landkreises kommen bei Großschadenslagen im Landkreis, als auch bei überörtlichen Schadenereignissen wie zum Beispiel Hochwasser zum Einsatz und bestehen aus jeweils vier Fachzügen. Sie transportieren Löschwasser, leisten technische Hilfe oder unterstützen bei Gefahrstoffeinsätzen.

ah

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