Steinkauze nisten in Hagewede

Überraschung für Naturschützer

Ein Steinkauz. J Foto: Volmer

Marl - Eine freudige Überraschung gab es für Bernd Averbeck vom „Nabu Dümmer“ in Hagewede. Dort brachte der Verein in den 1990er Jahren an verschiedenen Hofstellen Nisthilfen für den Steinkauz an. Erst jetzt wurde dem Verein bekannt, dass davon mindestens zwei Nisthilfen besetzt wurden.

Anlass genug, um dort noch einmal nachzurüsten, denn die alten Röhren werden allmählich morsch und neben den ansässigen Brutpaaren benötigt auch der Nachwuchs Raum zum Nisten.

Der Steinkauz ist eine kleine Eule, die natürlicherweise in größeren Baumhöhlen nisten würde, gern in alten Eichen oder alten Obstbäumen. Solch komfortable Höhlen sind jedoch ausgesprochen rar in der heimischen Landschaft und so ist der kleine Kauz dringend auf Nisthilfen angewiesen. Übliche Nisthilfen sind in diesem Fall einen Meter lange und 20 Zentimeter hohe Röhren mit einem acht Zentimeter großen Einschlupfloch, die waagerecht in Bäumen oder auch an Schuppen angebracht werden. Sie ahmen einen dicken, hohlen Ast nach.

Seit 1970er Jahren Eulenschutz rund um den Dümmer

Sieht man Fotos vom Steinkauz, wirkt er so groß, dass man sich kaum vorstellen kann, dass er durch ein acht Zentimeter großes Loch passt. Aber das meiste am Käuzchen ist aufgebauschte Feder, der eigentliche Körper darunter ist nur wenig größer, als der eines Stars. Schlüpft der Kauz durch ein Loch, legt er seine Federn an und macht sich damit „gertenschlank“. 

Seit den 1970er Jahren ist der „Nabu“ rund um den Dümmer im Eulenschutz aktiv. Dabei geht es nicht nur um den Steinkauz, sondern auch die Schleiereule. Die Schleiereule benötigt andere Nisthilfen als der Steinkauz, schwere und große Holzkisten, die meist hoch oben im Dachgiebel von Scheunen, mit Einflugloch nach außen, angebracht werden. In vielen Hofstellen rund um den Dümmer hängen sie schon seit über 20 Jahren und versehen ihren „Dienst“.

Beim Eulenschutz braucht man einen langen Atem. Es dauert ein Weilchen, bis ein Vogel in eine neu installierte Nisthilfe einzieht und man erfährt oft erst nach einigen weiteren Jahren davon. So wie jetzt in Hagewede.

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