Schicksal einer Hündin gibt Rätsel auf

Trauer um Akira: Tod durch Gift?

Akira war der Liebling ihrer Familie. Starb sie durch Gift?

Lembruch - Familie Schomburg wird den 11. März 2016 nicht vergessen: Es ist der Tag, an dem sie ihre Mischlingshündin Akira verliert – vermutlich durch einen Giftköder. Zweifelsfrei beweisen lässt sich das nicht. Deshalb erstattete Sabine Schomburg Anzeige bei der Polizei – und hofft, dass andere Hundebesitzer nicht das gleiche Schicksal erleiden müssen.

„Ich kam mit meiner Tochter nachmittags vom Einkaufen zurück“, berichtet die 47-jährige Hundeliebhaberin über diesen schwarzen Freitag. Akira, die fünfjährige Mischlingshündin mit Genen von Schäferhund, Collie und Australian Shepherd, begrüßt die beiden Frauen schon an der Tür – und läuft freudig in den Garten. „Vor dem Schuppen hat sie etwas zu Fressen gefunden“, erinnert sich Sabine Schomburg. „Ich hab versucht, ihr das wegzunehmen, aber nur noch einen Teil erwischt.“ Es hat die Konsistenz ein Leckerchens. Die 47-Jährige: „Leckerchen haben wir selbst manchmal in den Garten geworfen.“

Misstrauisch wird sie erst, als Akira sich knapp drei Stunden später übergibt und ihre Hinterbeine verkrampfen. „Das hörte nicht auf“, erinnert sich Sabine Schomburg an bange Momente. Sofort verständigt sie den Tierarzt in Hüde. Die Krämpfe werden auf dem zehnminütigem Weg dorthin immer schlimmer. Der Tierarzt verabreicht der Hündin verschiedene Medikamente. „Sie hatte Schaum vor der Schnauze und man hat gemerkt, dass sie Angst hatte“, erinnert sich ihre Besitzerin. Auf Anraten des Tierarztes bringt sie Akira in die Tierklinik nach Steinfeld. Es ist eine grauenvolle Fahrt, weil Akira immer wieder krampft: „Sie hat sich in einem Regenschirm festgebissen.“

Mit einem großen Blutbild versuchen die Ärzte in der Tierklinik, der Ursache auf die Spur zu kommen. Ein Röntgenbild zeigt Knochenreste im Magen von Akira. Genau das beunruhigt Sabine Schomburg zutiefst: „Unser Hund hat keine Knochen bekommen!“ Die Ärzte kommen, auch wegen der schlechten Nierenwerte der Hündin, zu dem Schluss: Sie leidet höchstwahrscheinlich an den Folgen einer Vergiftung. Akira bekommt Schmerzmittel. „Morgens hat ihr Herz dann aufgehört zu schlagen“, berichtet Sabine Schomburg unter Tränen.

Ob ihre Hündin tatsächlich vergiftet wurde, lässt sich nicht zweifelsfrei beweisen. „Das hätte nur eine Obduktion können.“ Doch darauf verzichtet die Familie. Denn das hätte Akira nicht zurückgebracht. Die Schomburgs rätseln noch heute, ob die Mischlingshündin bei einem Spaziergang unbemerkt vergiftete Knochenreste gefressen oder ob jemand ein vergiftetes Leckerchen auf ihr Grundstück geworfen hat.

Letzteres mag sich die Familie kaum vorstellen. Sabine Schomburg appelliert an alle Hundebesitzer, wachsam zu sein und gut auf ihre Schützlinge aufzupassen. Und sie wünscht sich, dass mehr Menschen für Tierheime spenden. Ihre Familie hat sich bewusst dafür entschieden, einer Hündin aus einer Tötungsstation in Rumänien ein neues Zuhause zu geben. Die dreijährige Najla, ein Collie-Mix, ist bei den Schomburgs eingezogen. Akira bleibt trotzdem unvergessen.

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