Erinnerung an verstorbene Kinder

„Tränen“ zum Gedenken

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Das Team, das das ökumenische Treffen anlässlich des Weltgedenktages am Sonntag, 10. Dezember, für alle verstorbenen Kinder zum Thema „Tränen“ vorbereitet: Renate und Erhard Sträche (v.l.), Walter Eigenbrodt, Marion Heggemeier, Schwester Irmhild Espendiller und Werner und Jutta Käding.

Lemförde - Eine Träne des Dankes dafür, dass es Dich gab. Eine Träne der Freude, für die Zeit mit Dir. Eine Träne des Schmerzes, weil Du so fehlst. Eine Träne der Gewissheit: Dein Platz bleibt leer. Eine Träne der Liebe – in meinem Herzen bleibst du ewig…

„Tränen“ sind in diesem Jahr das Thema anlässlich des ökumenischen Treffens am Sonntag, 10. Dezember, 17 Uhr, in den Gemeinderäumen der katholischen Kirche in Lemförde am Burggraben im Rahmen des Weltgedenktages für alle verstorbenen Kinder. Zur zehnten Auflage geht das Vorbereitungsteam – Schwester Irmhild Espendiller, Jutta und Werner Käding, Lembruch, Walter Eigenbrodt, Stemwede, Marion Heggemeier, Lemförde, Renate und Erhard Sträche, Hüde – erstmals neue Wege. Die einzige Veranstaltung im Südkreis des Landkreises Diepholz und im sich anschließenden Wittlager Land.

„Wir laden betroffene Eltern und Angehörige verstorbener Kinder in diesem Jahr nicht zu einem Gedenkgottesdienst in die Kirche, sondern zu einem offenen Treffen in unser Gemeindehaus ein. Wir denken, dass beim Gedenken Gespräch und Austausch auch eine wichtige Rolle spielen“, erklärt Schwester Irmhild, die weiter herausstellt:

„Die Erfahrung ist da, dass im Laufe der Trauer die Träne immer wieder in verschiedener Form vorkommt.“ Als Trauernde könne man nach längerer Zeit aber nicht mehr an vielen Stellen über den Verlust reden, da er für Außenstehende schon selbstverständlich sei. 

„Doch für Betroffene ist er manchmal spontan noch wieder ganz akut, ganz präsent“, weiß die Trauerbegleiterin aus ihrer Tätigkeit. Denn viele Gefühle seien mit dem Gedenken an das verstorbene Kind – klein oder erwachsen – verbunden. Der Weltgedenktag für alle verstorbenen Kinder wolle das Andenken wach halten, auf die Trauer der Angehörigen aufmerksam machen und ihr Raum geben.

In Deutschland 20.000 Kinder gestorben

Der Weltgedenktag ist aber auch ein „World Wide Candlelighting“, da ein Licht um die Welt geht, Kerzen für alle Kinder angezündet werden. Jedes Jahr sterben allein in Deutschland 20.000 Kinder und junge Erwachsene. Weltweit sind es um ein Vielfaches mehr, ganz zu schweigen von Krieg, Terror und Amokläufen, wo Kinder oft betroffen sind. Und überall bleiben trauernde Eltern, Geschwister, Großeltern und Freunde zurück. 

Deshalb wollen einmal im Jahr weltweit Betroffene nicht nur ihrer eigenen Töchter, Söhne, Schwestern, Brüder, Enkel gedenken, sondern es werden auch seit vielen Jahren rund um die ganze Welt um 19 Uhr brennende Kerzen in die Fenster gestellt. Während die Kerzen in der einen Zeitzone erlöschen, werden sie in der nächsten entzündet, sodass eine Lichterwelle 24 Stunden die ganze Welt umringt. Da jedes Licht im Fenster für das Wissen steht, dass diese Kinder das Leben erhellt haben und dass sie nie vergessen werden.

cb

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