Traditioneller Schaustellerball im „Niedersachsenhof“

Kontaktpflege und gegenseitiges Kennenlernen

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Jährlich wiederkehrendes Ritual: Vertreter der Schausteller und die Brockumer Marktverantwortlichen stießen am Donnerstagabend beim traditionellen Schaustellerball auf ein gutes Gelingen des 457. Brockumer Großmarktes an.

Brockum - Der Brockumer Großmarkt, das ist klar, ist einmalig und einzigartig, Jahr für Jahr… Immer dann, wenn die Marktbeschicker den Aufbau ihrer Fahr- und Verkaufsgeschäfte abgeschlossen haben, laden sie die Verantwortlichen der Gemeinde und befreundete Geschäftspartner zu einem feucht-fröhlichen Fest ein.

Schaustellerball nennt sich das traditionelle Beisammensein, das am Donnerstagabend im „Niedersachsenhof“ der Familie Schmidt über die Bühne ging – mit launigen Reden zu Beginn und angeregten Thekengesprächen im weiteren Verlauf des Abends. Ursprünglich sollte die vor Jahrzehnten vom Schausteller-Urgestein Ludwig „Buby“ Braun ins Leben gerufene Veranstaltung dazu dienen, Kritik zu üben und Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten, heute stehen Kontaktpflege und gegenseitiges Kennenlernen vornean. Der Grund: Die Marktmacher haben die Organisation optimiert, die Beschicker sind deutlich disziplinierter geworden.

Obwohl „Buby“ Braun die Verantwortung für das Treffen schon vor einigen Jahren in die Hände von Arno Eisermann gelegt hat, lässt es sich der Schausteller-Senior aus freundschaftlicher Verbundenheit zu Brockum aber nach wie vor nicht nehmen, zum jährlichen Schaustellerball anzureisen. „Ludwig Braun präsentiert sich mit seinen fast 91 Jahren immer noch wie das blühende Leben“, freute sich Bürgermeister Marco Lampe bei der Begrüßung.

„Es fühlt sich an, als hätten wir uns gerade verabschiedet, jetzt seid ihr schon wieder da. Herzlich willkommen in Brockum“, hieß er alle Gäste willkommen. Und ergänzte: „Ohne euch wäre unser Markt nicht das, was er ist: Ein weit über Gemeinde-, Kreis- und Landesgrenzen hinaus bekanntes Volksfest.“

„Ich freue mich riesig, dass wieder Markt ist“, eröffnete Marktmeisterin Nicole Thrien ihre offiziellen Mitteilungen an die Gastgeber. Sie appellierte an alle Beschicker, sich mit familienfreundlichen Angeboten am Familientag am kommenden Montag zu beteiligen. „Die Aktionen sollten bis 18 Uhr laufen“, wünschte sie sich. Zudem gab sie eine Forderung des Gesundheitsamtes weiter: „Bei den Trinkwasserschläuchen dürfen nur passende Anschlüsse verwendet werden. Es ist damit zu rechnen, dass es Kontrollen geben wird.“

Abschließend erneuerte die Marktmeisterin ihr Angebot an die Schausteller, sich kritisch zu äußern, wenn es Gründe dafür gibt. „Wir können über alles reden und haben immer ein offenes Ohr für eure Wünsche“, betonte sie. „Wir möchten, dass alle zufrieden sind“, ergänzte Thrien. Abschließend rief sie zu einem ehrenden Gedenken für alle Schausteller auf, „die nicht mehr unter uns weilen“, und stieß mit Schaustellern und ihren Mitstreitern aus dem Rat „auf gute Geschäfte beim Brockumer Markt 2015“ an.

Einen Kritikpunkt gab es denn doch noch. Er richtete sich gegen die Qualität der Zelte für die Gewerbeschau. Dazu wies Bürgermeister Lampe auf Probleme des Zeltaufbauers hin: „Das Unternehmen musste sich Zelte dazuleihen, weil die eigenen teilweise als Hilfsunterkünfte für Flüchtlinge benötigt wurden.“

Zur Unterstützung durch die Feuerwehr teilte Lampe abschließend mit, dass sich das im vergangenen Jahr in Kraft getretene Brandschutzkonzept bewährt habe. Ortsbrandmeister Marco Stickan habe ihm versichert, „dass der Brandschutz trotz der Reduzierung von 14 auf neun Wehrmitglieder pro Schicht jederzeit gesichert ist.“

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