Tierische Untermieter

Hüde: Nilgänse „erobern“ Storchennest

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Nilsgänse im Storchennest.

Hüde - Zwei Nilgänse trotzen derzeit auf einem Storchenhorst in Hüde der Nässe. Täglich besuchen sie zu zweit den Horst. Auf Nachfrage der ungewöhnlich wirkenden Ansicht beim Naturschutzring Dümmer, genauer bei Fachfrau Ulrike Marxmeier, erklärt diese: „Die Nilgänse zählen zu den Halbgänsen und wurden vor vielen, vielen Jahren eingebürgert.

Ursprung in England oder Niederlanden

Die ersten kamen wohl aus den Niederlanden oder aus England zu uns.“ Ihre Beobachtungen dokumentieren, dass die Art gerne einmal oben auf einem Storchenhorst rastet und schaut, aber nicht fest siedelt. „Sie mögen wahrscheinlich lieber ein ,Dach‘ über dem Kopf, zum Beispiel in Form von Ästen. Da fühlen sie sich möglicherweise sicherer“, sagt die Ökologin.

Sie berichtet weiter: „Ich habe sie schon einmal brütend auf einem Krähennest und auf einem Bussardnest gesehen. Den beiden Arten macht sie also durchaus den Horst streitig.“ Das sei aber in diesen Fällen eher unproblematisch, da die zwei Arten neu bauten.

Laut Literatur sei die Nilgans aggressiv und könne andere Arten vertreiben. „Vielleicht ist das andernorts so, wir haben das aber in den Gebieten, in denen wir tätig sind, noch nicht festgestellt“, erläutert Marxmeier. Soweit die fachliche Erklärung. Bleibt der Eindruck: Das ist eine äußerst witzige Art von Untervermietung, während der eigentliche Wohnungsbesitzer zurzeit noch im Süden weilt… 

sbb

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