Kommunale Testzentren

Insgesamt 500 über 70-Jährige in Lemförde und Wagenfeld erhalten erste Corona-Impfung

So ließ es sich aushalten: Wer etwas früh dran war, wartete vor dem Rittersaal in der Frühlingssonne.
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So ließ es sich aushalten: Wer etwas früh dran war, wartete vor dem Rittersaal in der Frühlingssonne.

Lemförde/Wagenfeld – So ließ es sich aushalten. Während die über 70-Jährigen am Dienstag vor dem Amtshof in Lemförde auf den Start ihrer Impfung warteten, konnten sie auf bereitgestellten Stühlen die Frühlingssonne genießen. Verwaltungsmitarbeiter Frank Sander begrüßte die Impfwilligen, die jeweils in 25er-Gruppen einbestellt worden waren, erläuterte die weiteren Schritte und versprach: „Länger als eine halbe Stunde wird es nicht dauern.“

Das Prozedere im Rittersaal von Anmeldung über Arztgespräch bis Pieks in den Oberarm – alles im Einbahnstraßen-Modus – war das gleiche, das sich schon bei der Impfung der über 80-Jährigen bewährt hatte. Neben zwei Ärzten war wieder ein Impfteam des DRK im Einsatz, das die Injektion des Impfstoffes übernahm und sich um die lückenlose Dokumentation kümmerte.

Die Rückmeldungen der frisch Geimpften waren durchweg positiv. „Wir sind sehr zufrieden“ oder „es ist alles sehr gut organisiert“, war der Tenor der Senioren, die zumeist dankbar waren, dass sie nicht zum Impfzentrum in Bassum fahren mussten. „Dafür hätte ich extra Urlaub nehmen müssen“, sagte die Begleitung einer Geimpften. Vor Ort in Lemförde war das Ganze wie von Frank Sander versprochen in rund 30 Minuten erledigt. Einige Geimpfte hätten anschließend sogar im Rathaus angerufen und sich bedankt, freuten sich die Verwaltungsmitarbeiter.

Auf dem Rathausparkplatz, der am Dienstag für die Impfwilligen freigehalten wurde, kümmerte sich Carmelo Maieli von morgens bis nachmittags bei Bedarf um die Ankömmlinge, half ihnen die paar Stufen zum Rathausvorplatz hinauf oder beruhigte, wenn sie Sorge hatten, zu spät zu ihrem Termin zu kommen. Das Samtgemeinderatsmitglied hatte sich nach eigener Aussage freiwillig angeboten, um die Rathausmitarbeiter zu entlasten.

Knapp 800 über 70-Jährige aus der Samtgemeinde hatte die Verwaltung laut Ordnungsamtsleiter Uwe Allhorn angeschrieben. Etwa 75 Prozent hätten sich mit dem Wunsch zurückgemeldet, in Lemförde geimpft werden zu wollen. Ein Teil von ihnen habe inzwischen aber einen Termin beim Hausarzt wahrgenommen. Letztendlich blieben 411 Impfwillige übrig. 250 erhielten gestern ihre erste Impfung, die zweite Gruppe ist am 28. April dran. Einen Tag zuvor werden die über 80-Jährigen ein zweites Mal geimpft.

In Wagenfeld warteten die Impfwilligen auf dem Gang zwischen kleinem und großem Bewegungsraum auf ihr Arztgespräch.

In der Gemeinde Wagenfeld war gestern ebenfalls wieder das Impfzentrum in den Bewegungsräumen der Auburgschule geöffnet. Die Verwaltung hatte im Vorfeld rund 650 Senioren angeschrieben und etwa 500 Rückmeldungen erhalten. Auch hier hatten einige ihre Anmeldung später zurückgezogen, weil sie sich bei ihrem Hausarzt impfen lassen wollten. Von denen, die ihre Anmeldung aufrecht erhalten hatten, waren laut Verwaltungsmitarbeiterin Merle Picker alle gekommen. 250 waren es am Dienstag, die zweite Gruppe ist am 3. Mai dran.

Das Prozedere war dem in Lemförde sehr ähnlich und kam bei den Senioren ähnlich gut an. Auch hier wurde die gute Organisation gelobt. Die Impfwilligen warteten vor den Bewegungsräumen der Auburg-Grundschule, bis ihre 25er-Gruppe hinein durfte und wurden dann von Mitarbeitern der Verwaltung, des DRK und den Ärzten betreut.

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