Tagesmütter informieren den Samtgemeindebürgermeister über ihre facettenreiche Tätigkeit

Spielen, fördern und trösten

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Der zu betreuende Nachwuchs war beim Gespräch mit dem Samtgemeindebürgermeister dabei. Rüdiger Scheibe (hinten) und Gleichstellungsbeauftragte Petra Rieck (r.) informierten sich über die umfangreiche Arbeit der Tagesmütter (v.l.): Carmen Rüter, Martina Frerking, Britta Volkmer, Karin Wagner, Hannelore Meier, Verena Burow und Andrea Weidemann.

Brockum - Neun Kindertagesmütter bieten in der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ ihre Dienste an. Derzeit betreuen sie 38 Mädchen und Jungen im Alter bis 14 Jahren in familiärer häuslicher Atmosphäre. Neben Kindergarten und Krippen gerade für berufstätige Eltern ein willkommenes Angebot, das viel Raum für Flexibilität bietet.

Im Gespräch mit den Tagesmüttern informierten sich Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe und Gleichstellungsbeauftragte Petra Rieck über deren umfangreiche Tätigkeit mit all ihren Facetten. Alle Tagesmütter seien zertifiziert und hätten eine umfangreiche Ausbildung durchlaufen, machten die Frauen deutlich. Neben dem Qualifizierungskursus werden die Tagesmütter regelmäßig überprüft. Die Pflegeerlaubnis muss alle fünf Jahre erneuert werden. Selbstverständlich sind alle Tagesmütter in Erster Hilfe ausgebildet – der Erste-Hilfe-Kursus am Kind wird alle drei Jahre aufgefrischt.

Das Wichtigste an ihrer Arbeit sei jedoch der Spaß am Umgang mit Kindern. „Ich sehe diesen Job als Berufung“, sagt Karin Wagner, sie könne sich nichts Schöneres vorstellen als mit Kindern zusammen zu arbeiten. Gleichermaßen schätzt Britta Volkmer das innige Verhältnis zu ihren Tagekindern. „Es ist so wie der Name sagt: Mutter für den Tag“, betont sie. „Wir sind für die Kinder da, spielen, essen, turnen gemeinsam. Wir trösten und sind Krankenschwester, wenn es drauf ankommt.“ Sie alle würden liebevolle Betreuung in familiärer Atmosphäre bieten, die sich an den Bedürfnissen der Kinder orientiere. Besonders von Vorteil seien die flexiblen Betreuungszeiten. So werde Eltern geholfen, Familie und Beruf in Einklang zu bringen, weil Kinder bei Tagesmüttern ganz individuelle Unterstützung in ihrer Entwicklung fiäden. Familiäre Strukturen und feste Bezugspersonen – das biete die Kindertagespflege.

Wagner, Volkmer und alle anderen schätzten die bewusste Entscheidung der Eltern für die Tagespflege für deren Nachwuchs. Willkommen bei den Tagesmüttern sind Babys, Kleinkinder, Kindergartenkinder und auch Schulkinder. „Es bietet sich auch die Möglichkeit, die Betreuung zu splitten. Zur Hälfte des Tages Kindergarten oder Schule und danach zur Tagesmutter“, erklärt Andrea Weidemann, Leiterin des Familien- und Kinderservicebüros in Lemförde. Die Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten – spielerisch, motorisch und sozial-emotional – das hätten sich die versierten Fachfrauen auf die Fahnen geschrieben, machte sie deutlich. Ganz neu sei ein Betreuungsangebot für Flüchtlingskinder direkt vor Ort. Während die Eltern nebenan Deutsch lernen, betreut eine Tagesmutter fünf Kinder im Familienzentrum in Lemförde.

Für alle diejenigen, die Lust haben, als Tagesmutter zu arbeiten, gibt Weidemann gerne Informationen. „Wir können gut noch Verstärkung gebrauchen“, sagt sie. Infos gibt es unter Telefon 05443/20943 im Familien- und Kinderservicebüro. Ein neuer Qualifizierungskursus ist für Frühjahr 2016 vorgesehen. Gleichwohl soll wieder ein Babysitterkursus angeboten werden.

hm

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