Täglich von 7 bis 19 Uhr besetzt

Neue Rettungswache des DRK nimmt in Hüde den Betrieb auf

Das neue Carport bietet Schutz für den Rettungstransportwagen an der Rettungswache des DRK in Hüde. Foto: Ripking
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Das neue Carport bietet Schutz für den Rettungstransportwagen an der Rettungswache des DRK in Hüde.

Hüde - Im Gespräch mit dem Reporter läutete zum ersten Mal der Alarm. Am Tag vor Heiligabend nahm die neue Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Hüde ihren Betrieb auf.

Beim ersten Alarm handelte es sich direkt um einen Notarzteinsatz. Als sich die zwei Mitarbeitenden auf den Weg machten, erklärte Axel Vetter, Leiter des Rettungsdienstes des DRK im Landkreis Diepholz: „Der Notarztwagen kommt von der Rettungswache Diepholz und hat deswegen eine längere Anfahrt.“ So seien schneller rettende Maßnahmen durch den Rettungstransportwagen (RTW) möglich. Wenige Minuten später war das Martinshorn des Notarztes zu hören. „Unser Rettungswagen ist mindestens doppelt so schnell an der Einsatzstelle“, freute sich Tim Wehrbein, Bereitschaftsleiter des DRK in Lemförde.

Ab sofort ist die Rettungswache neben der Tankstelle an der Osnabrücker Straße täglich von 7 bis 19 Uhr von zwei hauptamtlichen Mitarbeitenden besetzt. „In den Nachtstunden rücken unsere Leute dann aus Diepholz aus“, berichtete Vetter. Nach dem ersten Quartal 2020 soll die Rettungswache 24 Stunden am Tag besetzt sein. Dafür habe das DRK allerdings noch nicht ausreichend Mitarbeiter gefunden. „Drei Neue konnten wir schon finden, aber es fehlen noch 1,5 Stellen“, sagte Vetter. Aber er ist guter Dinge, dass die fehlenden anderthalb Stellen bis dahin auch besetzt sind.

In der Stellenbesetzung sieht Vetter allerdings ein landes- beziehungsweise bundesweites Problem. Mit dem Ende des Zivildienstes in Deutschland sei ein wichtiger Eckpfeiler für neues Personal weggebrochen. „Viele Leute, die den Zivildienst beim DRK gemacht haben, haben Blut geleckt und sind im Anschluss hauptberuflich beim DRK geblieben. Das fällt jetzt weg“, bedauerte er.

Innerhalb des Landes Niedersachsen nehme der Landkreis Diepholz dennoch eine gute Rolle ein: „Unsere Planstellen sind nach wie vor alle besetzt. Das ist keine Selbstverständlichkeit.“

Der Standort in Hüde sei notwendig geworden, weil die Rettungswache in Haldem nach Levern verlegt wurde. „Ein Gutachter hat einen Standort in diesem Bereich empfohlen“, erzählte Axel Vetter.

Das Gebäude an der Osnabrücker Straße sei zwar nur ein Provisorium, aber dennoch vollumpfänglich funktionsfähig, stellte Manuel Siwert, Leiter der Rettungswache Diepholz, klar. Provisorisch deshalb, weil das Grundstück nur angemietet ist und über das Jahr 2020 hinaus noch keine Pläne mit der Vermieterin abgesprochen wurden.

Mit dem Standort zeigten sich die Verantwortlichen des DRK zufrieden. „Das Haus, in dem wir nun untergebracht sind, war bisher ein Ferienhaus“, erklärte Siewert. Deswegen konnte die Inneneinrichtung komplett übernommen werden, es sei nichts verändert worden. Lediglich eine EDV-Ecke mit Computer sei hinzugekommen. „Somit war es ein nahtloser Übergang“, so Siewert. Neben dem Haus hatte eine Firma aus der Region ein Carport für den aus Diepholz abgestellten RTW errichtet, sodass der Betrieb noch im Jahr 2019 aufgenommen werden konnte.

Mit dem zweiten Standort in Hüde – neben der Wasserrettung, die im Sommer haupt- und ehrenamtlich besetzt ist – sei das DRK vor Ort nun sehr gut aufgestellt. Tim Wehrbein stellte heraus: „Bei Großveranstaltungen wie dem Dümmerbrand kann die Bereitschaft vor Ort von den Hauptamtlichen entlastet werden.“

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