Strohlager brennt in Lemförde

Feuerwehr rettet tausende Puten vor dem Flammentod

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Mehr als 120 Einsatzkräfte der Feuerwehr halfen den Brand zu löschen.

Lemförde - Ein brennendes Strohlager am Mastenweg in Lemförde rief am Montagabend alle Ortswehren der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde” auf den Plan.

Um 22.43 Uhr alarmierte die Feuerwehr- und Rettungsdienstleitstelle zunächst die Wehren aus Marl und Lemförde mit dem Einsatzleitwagen aus Quernheim. Als die ersten Einsatzkräfte am Brandobjekt, einem überdachten Strohlager in unmittelbarer Nähe von zwei großen Putenställen, eintrafen, brannte das Lager, bestehend aus etwa 200 Quaderballen, bereits in voller Ausdehnung.

Um ein Übergreifen des Feuers auf die Ställe zu verhindern und die Löschwasserversorgung zu erhöhen, wurden die Wehren aus Brockum, Stemshorn, Hüde und Lembruch gerufen.

Zeitweise waren mehr als 120 Feuerwehrkräfte unter Leitung von Lemfördes Ortsbrandmeister Jürgen Stegmann im Einsatz, die ein Übergreifen der Flammen auf die Ställe verhindern konnten. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

Zusätzlich unterstützte das Diepholzer Tiefbauunternehmen Stolte mit einem Bagger die Löscharbeiten. So konnten die Strohballen auseinander gezogen werden, um ein sicheres Ablöschen zu ermöglichen.

Zum Schutz der etwa 7.000 Puten wurden auch Hochleistungslüfter eingesetzt, die die Tiere vor dem dichten Brandrauch schützten.

Noch in der Nacht versorgte die Feuerwehrtechnische Zentrale die einzelnen Ortswehren mit neuem Schlauchmaterial an der Einsatzstelle. Die letzten Einsatzkräfte kehrten erst am gestrigen Morgen um 8.30 Uhr in die Gerätehäuser zurück.

Sehr erfreut zeigte sich die Einsatzleitung der Feuerwehr über die wertvolle Unterstützung der Firma Stolte und besonders von ihrem Mitarbeiter, der bis zum frühen Morgen den Einsatzkräften bedeutende Hilfe geleistet habe.

Neben den Strohballen wurde laut Polizei auch der Unterstand stark beschädigt, zudem wurde ein dort abgestellter Radlader in Mitleidenschaft gezogen. Insgesamt belaufe sich der Sachschaden auf mehr als 20.000 Euro. Die Polizei beschlagnahmte den Brandort und ermittelt nun wegen Brandstiftung.

Zeugen, die am Montagabend verdächtige Beobachtungen in Lemförde am Mastenweg und in der Umgebung gemacht haben, werden gebeten, sich unter Telefon 05441/9710 bei der Polizei in Diepholz zu melden. ms/pol

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