Digitaler Spenderausweis in Lemförde vorgestellt / Nordloh verpasst Jubiläum

DRK startet „App-Offensive“

Wilhelm Nordloh (re.) aus Hüde wollte zum 100. Mal spenden. Es klappte zum Schutz der eigenen Gesundheit aber nicht. „Macht nichts, nächstes Mal bestimmt“, zeigte sich Monika Meier-Rüffer zuversichtlich. Fotos: Brauns-Bömermann

Lemförde - Von Simone Brauns-bömermann. Durch eine App auf dem Handy an die Blutspende erinnert werden. Das bietet der neue digitale Spenderservice des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Zu Gast in Lemförde beim Blutspendetermin im Rittersaal des Amtshofes war deswegen Henrik Busch, Gebietsreferent Marketing und Kommunikation vom Blutspendedienst aus Springe. Er bereist derzeit zahlreiche Blutspende-Termine in seinem Betreuungsgebiet der Landkreise Diepholz, Vechta und Cloppenburg und informiert insbesondere über die Einführung des neuen digitalen Spenderservices. Hierzu bietet das DRK eine App für Smartphones zum Download an.

Wie das besonders für die Erstspender zum Tragen kommt, erläuterte der Fachmann vom DRK: „Die Erstspender erhalten in den nächsten Wochen die persönliche Spendernummer und den gelben Unfallhilfe- und Blutspender-Pass zugeschickt. Damit können sie sich beim digitalen Spenderservice registrieren.“

Das DRK möchte durch den neuen Service die Verbindung zu Spendern konkreter aufrechterhalten und hat dafür ordentlich in die Werbung investiert. So gibt es jetzt für Erstspender die neue Klappbroschüre „Deine erste Blutspende“. Hierin enthalten sind alle wichtigen Informationen auf die essentiellen Fragen zur Blutspende wie Einsatz von Blutpräparaten, Ablauf der Blutspende, Verteilung der Blutgruppen und deren Kompatibilität, der Weg der Blutspende und Informationen über das eigene Blut.

Dass man mit einer einmaligen Spende gleich bis zu dreimal helfen kann, weil das Blut technisch aufbereitet und in seine Bestandteile aufgeteilt wird, dazu liefert die Broschüre Aufschluss und appelliert insbesondere an Spender mit der Blutgruppe 0 regelmäßig zu spenden, da sie als Universal-Spendeblutgruppe gilt und die Gruppe mit allen anderen Blutgruppen kompatibel ist.

Mit der App-Offensive verspricht sich das DRK einen besseren Zugang zur jungen Zielgruppe. Laut DRK halten 94 Prozent der in Deutschland lebenden Bevölkerung Blutspenden für wichtig, vier Prozent spenden tatsächlich und 60 Prozent würden auch Blut spenden gehen.

Zu den sehr aktiven Spendern zählt auch Wilhelm Nordloh aus Hüde. Er war voll motiviert, seine insgesamt 100. Spende im Rittersaal des Amtshofes abzugeben. „Meine Frau hat mich damals das erste Mal mitgenommen“, sagte er während der Voruntersuchungen beim Termin. Immer sei er hingegangen, immer zu den Terminen in der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ und dort kenne man ihn mittlerweile schon gut.

Der DRK-Blutspendedienst aus Springe hatte seine Schilder vor dem Amtshof aufgestellt und bot die freiwillige Spende von 16 bis 20 Uhr an acht Plätzen an.

Für Nordloh gab es aber vom betreuenden Arzt Dr. Heribert Bongartz dieses Mal kein grünes Licht. 99 Mal hatte Nordloh bis zu diesem Punkt treu gespendet, „um Menschen in Not zu helfen, und um auch etwas für meine Gesundheit zu tun“, nannte er seine Beweggründe. Aufgrund erhöhter Puls- und Blutdruckwerte musste der treue Spender seine 100. Blutabnahme beim DRK verschieben.

„Macht nichts“ tröstet Monika Meier-Rüffer, Vorsitzende des DRK-Ortsverein Lemförde und Verantwortliche der Blutspenden in der Samtgemeinde Lemförde, „Nächstes Mal klappt es bestimmt wieder“, war sie sich sicher und ermutigte Nordloh.

Insgesamt verzeichnete Meier-Rüffer 111 Spender, davon waren neun Erstspender dabei. Die Vorsitzende zeigte sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Zum 25. Mal spendeten Frank Prissok aus Lemförde, Rainer Striek aus Hüde und Nadine Borchert aus Brockum. Zum zehnten Mal spendete Monika Sandmann aus Lembruch ihr Blut.

Digitaler Service

Der digitale Spenderservice des DRK bietet verschiedene Funktionen: Informationen zu der Frage „Wann darf und kann ich wieder spenden?“ Tagesaktuelle Information. Terminsuche, um passende Spende-Termine zu finden, ausgestattet mit einer Erinnerungsfunktion per E-Mail. Verwaltung von bevorzugten Spende-Orten. Zusätzlich gibt es eine Forums-Funktion für Austausch mit anderen Blutspendern.

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