Lemförder Fleckensrat prüft geplante Investitionen

Sporthallen-Finanzierung gestaltet sich schwieriger als erwartet

Der Neubau der Sporthalle an der Stettiner Straße soll die dringend benötigten Kapazitäten bringen.  
Foto: Reckmann
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Der Neubau der Sporthalle an der Stettiner Straße soll die dringend benötigten Kapazitäten bringen.
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Lemförde – Sie wird dringend gebraucht, die geplante neue Sporthalle an der Stettiner Straße in Lemförde. Denn die Kapazitäten der beiden vorhandenen Hallen sind durch Sportverein, Schulen und Kitas längst ausgereizt. Die Finanzierung – veranschlagt wurden 3,3 Millionen Euro – gestaltet sich allerdings weit schwieriger als erhofft.

Zum einen wird nach dem erfolglosen ersten nun auch der zweite Förderantrag abgelehnt. Die Nachricht hat die Verwaltung bereits erreicht, der offizielle Bescheid folgt laut Kämmerer Gerd-Dieter Bühning noch vor den Sommerferien. Zum anderen reißt die Corona-Krise ein großes Loch in das Geldsäckel des Fleckens. Aktuell verzeichnet Bühning bei der Gewerbesteuer etwa 25 Prozent weniger Einnahmen als prognostiziert. „Wir müssen aber davon ausgehen, dass noch etwas dazukommt“, erklärt er auf Nachfrage. Ob oder welche Auswirkungen die aktuellen Entwicklungen auf den Zeitplan haben, ist noch offen.

Im Haushaltsplan 2020 sind für den Sporthallenneubau 2,2 Millionen Euro veranschlagt, für das Folgejahr gibt es eine Verpflichtungsermächtigung über weitere zwei Millionen Euro. Bei der Haushaltsverabschiedung Ende Januar hatte Bühning erklärt, dass eine Finanzierung auch ohne Förderung möglich wäre, wenn die Gewersteuereinnahmen in den kommenden Jahren wie erwartet steigen. Er war für die Jahre 2021 bis 2023 von Einnahmen in Höhe von jeweils rund fünf Milllionen Euro ausgegangen. Für 2020 hatte er 3,5 Millionen Euro erwartet. In diesem Jahr werden sich die Hoffnungen definitiv nicht erfüllen, wie schnell sich die Wirtschaft erholt, lässt sich derzeit kaum voraussagen.

Rat und Verwaltung werden darum in den kommenden Wochen intensiv darüber beraten, welche geplanten Investitionen wann und wie finanziert werden können. In den Gesprächen wird sicherlich nicht nur die Sporthalle eine wichtige Rolle spielen, sondern auch die Neugestaltung des Bahnhofvorplatzes, die der Flecken schon lange auf dem Zettel hat und 2022 im Zusammenhang mit dem geplanten barrierefreien Ausbau der Bahnanlagen durch die Deutsche Bahn angehen will. „Wir werden versuchen, ein ausgewogenes Konzept zu erstellen“, so Bühning.

Alternative Fördermöglichkeiten für den Sporthallenbau in Lemförde sieht er nicht. Es gebe nur wenige Programme für so etwas. „Wir werden auf uns allein gestellt sein.“

Die bauleitplanerischen Rahmenbedingungen für den Sporthallenbau sind unterdessen geschaffen. Das Verfahren zur Änderung des Bebauungsplans hat der Fleckenrat in seiner jüngsten Sitzung mit dem einstimmigen Satzungsbeschluss abgeschlossen. Inhaltlich ging es dabei im Wesentlichen um die Aufhebung nicht mehr zeitgemäßer Bauvorschriften unter anderem zur Fassaden- und Dachgestaltung.

Von Melanie Russ

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