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Spendenaktion in Hüde: Warme Kleidung für Saporishshja

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Von: Melanie Russ

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Überrascht von der großen Hilfsbereitschaft: Dr. Alexander Hage-Guralnik, Ehefrau Julia und Tochter Emily freuen sich über die Spenden für die Menschen in Saporishshja.
Überrascht von der großen Hilfsbereitschaft: Dr. Alexander Hage-Guralnik, Ehefrau Julia und Tochter Emily freuen sich über die Spenden für die Menschen in Saporishshja. © Hage

Alexander Hage-Guralnik organisiert in Hüde eine Spendenaktion für Menschen in der Ukraine. Gebraucht werden vor allem warme Kleidung, Kinderspielzeug, Bettwäsche, Schlafsäcke und Drogerie-Artikel.

Hüde/Lembruch – Es war gedacht als kleine Aktion in der Nachbarschaft, doch der Spendenaufruf von Alexander Hage-Guralnik zur Unterstützung von Menschen in der Ukraine machte schnell im Internet die Runde, und so staunten er und sein Schwiegervater Jürgen Hage nicht schlecht, als am Sonntagabend eine ganze Reihe Spender aus den Nachbarkommunen auf dem Ferienhof Hage in Hüde standen. Denn dort in der Fahrradscheune lagern die Spenden – Kleidung, Spielsachen und Ähnliches – in etwa 15 Umzugskartons, bis sie am 27. Januar von einem Lkw abgeholt werden. Auch am 24. und 25. Januar werden noch Spenden angenommen.

Spendenabgabe

Die Sach- und Geldspenden können am 24. und 25. Januar jeweils von 17 bis 19 Uhr an der Fahrradscheune des Ferienhofs Hage, Im Dorfe 118 in Hüde, abgegeben werden. Da es sich um eine private Sammelaktion handelt, können keine Spendenquittungen ausgestellt werden.

Es seien sehr viele sehr gut erhaltene Sachen dabei, unter anderem habe eine Firma der Region noch originalverpackte Kleidung gespendet, berichtet Jürgen Hage. „Diese Spendenbereitschaft ist wirklich toll.“ Alexander Hage-Guralnik hat die Sammlung organisiert, nachdem ihn ein Spendenaufruf aus der Ukraine von einer jungen Studentin erreicht hatte, die nach ihrer Flucht zusammen mit ihrer Mutter einige Zeit in Lembruch gewohnt hatte. Hier war auch der persönliche Kontakt entstanden. Nachdem die junge Frau im Herbst 2022 nach Saporishshja zurückkehren musste, habe sie sich einer wohltätigen Organisation angeschlossen, die Spenden für ihre Landsleute aus der Region sammle, berichtet Alexander Hage-Guralnik.

Gebraucht werden gut erhaltene Kleidung für Kinder und Erwachsene – vor allem Winterkleidung, zum Beispiel auch Skiklamotten. Außerdem Kinderspielzeug und Windeln, Decken, Bettzeug, Bettwäsche, Handtücher, Schlafsäcke, Isomatten und Powerbanks (Handy-Ladeakkus). Verbandsmaterialien werden ebenfalls benötigt. Hage-Guralnik bittet darum, dabei auch an abgelaufene Erstehilfe-Boxen zu denken: Kompressen, Binden und Ähnliches seien natürlich weiterhin nutzbar. Die Sachspenden sollten in Kartons verpackt abgegeben werden.

Lange haltbare Lebensmittel wie Mehl, Pasta, Grütze, Konserven, Öl, Salz, Zucker, löslicher Kaffee oder Tee sowie Hygieneartikel, Seife, Shampoo und verschreibungsfreier Medizinbedarf (Desinfektionsmittel, Jod, Antiseptika, Schmerzmittel, Verbandszeug) stehen ebenfalls auf der Wunschliste. Da es aber für Spender schwierig ist, diese passend zu den Bedürfnissen in der Region Saporishshja zu besorgen, hält es Alexander Hage-Guralnik für sinnvoller, hierfür Geld zu spenden. Aber natürlich nimmt er auch Sachspenden gerne an. Mit dem gesammelten Geld – ein paar Hundert Euro sind laut Jürgen Hage schon zusammengekommen – wird Alexander Hage-Guralnik dann kurz vor der Abfahrt des Lkw die Waren in Absprache mit der jungen Ukrainerin nach Bedarf einkaufen.

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