Reich gedeckter Tisch für Bienen

Spenden-Aktion: Neue Blühflächen gegen Insektensterben angelegt

Blühende Flächen wie diese sollen bald auf etwa 38 500 Quadratmetern entstehen. Foto: NUVD
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Blühende Flächen wie diese sollen bald auf etwa 38 500 Quadratmetern entstehen.

Bienen und andere Insekten in der Dümmerregion dürfen sich auf einen reich gedeckten Tisch freuen. Auf etwa 38.500 Quadratmetern wurden jüngst entsprechende Blühflächen angelegt. Die Natur- und Umweltschutzvereinigung Dümmer (NUVD) und ihr Projektpartner AG Biotop- und Eulenschutz Stemweder Berg hatten im April zu Spenden aufgerufen.

Hüde - Dafür stellte die Familie Kortenbruck, ein Ackerbau- und Schweinemast-Betrieb aus Brockum, 10.000 Quadratmeter ihrer Produktionsfläche zur Verfügung. Spontan hätten sich zwei weitere Landwirte gemeldet, die diese Aktion mit Überzeugung unterstützten, so die NUVD. Der Milchviehbetrieb Helmsmüller, Betreiber einer Milchtankstelle in Hüde, sei sofort bereit gewesen, auf 3500 Quadratmetern Blühstreifen einzusäen. Diese Flächen liegen in direkter Nähe des Bienenlehrpfades an der Musikakademie in Hüde, den die NUVD in Kürze fertigstellen will. Auch Familie Schmedt, ein Betrieb mit Mutterkuhhaltung mit Deutschen Angusrindern aus Stemwede, war bereit, 25. 000 Quadratmeter ihrer Fläche mit Blühmischungen einzusäen.

Es wurden zwei verschiedene Mischungen ausgesät, eine für die Sommerblüte, die andere mit der sogenannten Honigbrache für den Herbst, wenn wenig andere Pflanzen blühen.

Schmedt: Jeder sollte einen Beitrag leisten

Familie Schmedt sieht laut NUVD nicht nur die Landwirte in der Pflicht, sondern alle Menschen. Jeder solle seinen Beitrag leisten und in Gärten und auf Balkonen Blühendes kultivieren. Dadurch entstehe ein System, das sich wie ein Netzwerk durch die Landschaft ziehe. Blühstreifen auf landwirtschaftlichen Flächen, an Acker- und Waldrändern zeigten, dass Landwirtschaft und angewandter Naturschutz miteinander vereinbar seien.

Die beteiligten Landwirte hatten bereits in früheren Jahren Blühstreifen angelegt, die nun durch die Patenschaften erweitert werden konnten. Für die bisherigen Blühstreifen gab es einerseits Förderung von der Europäischen Union, anderseits war dies eine Möglichkeit, weniger wirtschaftliche Flächen einer guten Nutzung zuzuführen.

Die Blühstreifen werden neben den Insekten auch von zahlreichen anderen Tierarten wie Rebhuhn, Feldhase, Braunkehlchen und Reh genutzt. Ebenso dienen sie dem Erosionsschutz, da das vielschichtige Wurzelwerk den Boden vor Abtragung durch Wind und Regen schützt.

Die NUVD dankt allen Spendern, dass nun zu den bereits bestehenden Blühstreifen weitere 38.500 Quadratmeter Blühflächen in der Dümmerregion entstehen. „Für etwa elf Cent pro Quadratmeter helfen Sie alle mit, dem Rückgang der Insekten entgegenzuwirken, und helfen somit auch den Arten, die in der Nahrungskette auf Insektennahrung angewiesen sind“, dankt die NUVD und hofft nun auf ausreichend Regen, damit die Saatmischungen aufgehen und sich alle Blühpflanzen gut entwickeln.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu den Flächen mit Karten und den Größen finden Interessierte im Internet. Auch weitere Spenden sind willkommen, damit das Projekt im nächsten Jahr weitergeführt werden kann.

www.nuvd.de/bluehpatenschaften

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