Ausbildung zum Feinwerkmechaniker

„Sehr geschickt und positiv eingestellt“

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Feinwerkmechaniker Marvin Fuchs aus Quernheim zählt zu den fünf herausragenden Junghandwerken im Landkreis Diepholz, die Kammersieger wurden. 

Hüde - Von Christa Bechtel. „Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet und war recht überrascht, dass ich doch so gut abgeschnitten habe“, sagt Marvin Fuchs bescheiden, der kürzlich vom Präsidenten der Handwerkskammer Hannover, Karl-Wilhelm Steinmann, die Urkunde überreicht bekam, dass er zu den kammerweit 46 herausragenden Junghandwerkern gehört. Fünf der erfolgreichen Nachwuchs-Handwerker kommen aus dem Landkreis Diepholz – und Marvin Fuchs war einer von ihnen, der seine Ausbildung zum Feinwerkmechaniker bei der Firma Zboron Maschinenbau in Hüde absolvierte.

„Ich habe schon von zuhause aus immer gerne handwerklich gearbeitet und wurde von meinem Bruder, der Kfz-Mechatroniker ist, und meinem Opa, der Elektriker war, etwas in die Richtung gebracht“, erzählt der gebürtige Quernheimer, der nach seinem erweiterten Realschulabschluss nach möglichen Ausbildungslätzen suchte. Als er bei der Firma Zboron zur Probe arbeitete, „hat es mir hier am besten gefallen“, erklärt der 20-Jährige.

2002 wurden die Berufe Dreher, Feinmechaniker, Werkzeugmacher und Maschinenbaumechaniker zusammengefasst. Seitdem werden sie unter der Berufsbezeichnung Feinwerkmechaniker geführt. Eingesetzt werden die Fachkräfte überall dort, wo mit Metall gearbeitet und dieses zu Maschinen, Werkzeugen oder unterschiedlichen Stanz- oder Gussformen verarbeitet wird.

Die Ausbildung zum Feinwerkmechaniker ist ein staatlich anerkannter, dualer Ausbildungsberuf und dauert dreieinhalb Jahre. Marvin Fuchs konnte sie aufgrund seiner guten Leistungen auf drei Jahre verkürzen. Die praktische Ausbildung erfolgt schwerpunktgerichtet je nach Spezialisierung des jeweiligen Arbeitgebers. In der Berufsschule stehen beispielsweise Rechnen, Zeichnen und Materialkunde auf dem Stundenplan. Welches Metall hat welche typischen Eigenschaften, wie funktioniert welche Maschine?

„Ich arbeite in der Fachrichtung ‚Maschinenbau‘. Das heißt, wir fertigen von Grund auf komplette Maschinen und Anlagen. Vom Drehen, Fräsen bis hin zur Endmontage“, verdeutlicht Fuchs, der bei Zboron für Hebekipper für Großbäckereien zuständig ist. „Die bauen wir für eine andere Firma, die sie für uns vertreiben“, fügt der Kammersieger hinzu. Des Weiteren würden in der Firma Brotschneidemaschinen gefertigt, aber auch Einzelanfertigungen oder Sonderaufträge erledigt. Wichtig sei „Feinwerkmechaniker müssen teilweise auf tausendstel Millimeter präzise arbeiten.“

„Man hat hier Abwechslung“

Was Marvin Fuchs besonders spannend findet: „Man hat hier Abwechslung. Das heißt, dass man beispielsweise unterschiedliche Sachen in der Fertigung und auch in der Endmontage übernimmt. Und dass wir die Maschinen, die wir bauen, von Anfang bis Ende komplett begleiten.“

Marvin Fuchs fiel das Lernen immer schon leicht. „Ich habe in der Berufsschule, aber auch im Betrieb viel gelernt. Dort habe ich auch ein wenig für die Prüfung geübt“, veranschaulicht der junge Mann, der, um Kammersieger zu werden, nicht unbedingt auf Freizeit verzichten musste. Für das kommende Jahr möchte er erst einmal Berufserfahrung sammeln. Dann strebt er eventuell den Meistertitel, die Techniker-Ausbildung oder sogar ein Studium an.

„Marvin hat schon von Anfang an besonderes Geschick gezeigt. Er konnte gleich Arbeiten übernehmen, die andere Auszubildende erst im zweiten oder dritten Lehrjahr machen. Er hat sich sehr geschickt angestellt und war durchweg positiv eingestellt; jeder arbeitet gerne mit ihm zusammen“, schwärmt Firmenchef Frank Zboron, der diese Eigenschaften für einen kleinen Betrieb wie seinem, für äußerst wichtig erachtet. Außerdem sei Marvin drei Jahre Kreisjugendsprecher der Jugendfeuerwehr gewesen. „Das zeichnet auch seine Kollegialität aus. Er hat immer Verantwortung übernommen, wie auch bei der Arbeit“, betont Zboron abschließend.

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